Hardboiled SCB tut 2 Spielern einen Rath geb

Hardboiled SCB ist nicht nur am füdiblutten Sport interessiert. Regelmässige Leser wissen das. Hardboiled SCB engagiert sich auch sehr stark im sozialen Bereich. So hat Tuni Hardboiled ein Heim für Lapierre gefunden, in dem er regelmässig seine Einläufe und rohes Fleisch kriegt, damit er am frühen Morgen nicht in die Küche kackt. Lange war jetzt etwas Ruhe, doch nun muss ich wieder aktiv werden. Es geht um den fleischgewordenen Gorgonzola Dino Wieser. Auch er kämpft leicht mit der Altersmilde. Er ist ein richtig flauschiger Langhaardackel geworden, der aber immer noch sehr geil Hockey spielt. Nun kommt der Verband und büsst ihn mit 3’420 Franken und einer Spielsperre, weil er mehrmals gegen einen Ausrüstung-Paragraph verstossen hat. 3’420 Franken ist krass, soviel verdiene ich knapp in einem Tag. Was ist das Problem mit seiner Ausrüstung?

Nun, laut den Regeln 29, 31 und 34 vom IIHF muss der Helm so getragen werden, das höchstens eine fingerbreite Abstand zwischen den Augenbrauen und der Helmkante sein darf. Dino Wieser stellt sich den Helm aber öfters auf Durst, wie im Militär alben wenn man austreten durfte. Er wird den Helm so tragen, seit er auf den Kufen umherrapsen tut. OK, Regeln sind Regeln, er war dafür auch schon verwarnt worden, konnte sich nicht ändern und wurde jetzt relativ hart gebüsst. Und er wird wohl noch mehr gebüsst werden, da es halt einfach sein Stil ist. Da ich weiss, dass die gesamte Mannschaft des HCD’s meine Artikel mit Hingabe und nur mit einem Leopardenslip bekleidet liest, kommt hier mein erster Rath geb: Lieber Dino Wieser, rasier Dir einfach die Augenbrauen ab! Das ist heute total im Trend, das sehe ich alben bei Frauen. Macht doch nichts, wenn Du ein Mann bist! Dann lässt Du Dir 2 wunderbare Brauen aufmalen, natürlich so, dass sie dann genau an den Helmrand anschliessen. Du siehst dann zwar seltsam aus, aber der Verband wird dich ab sofort in Ruhe lassen.

Dann muss ich noch den zweiten Rath geb, dieses Mal an den Rathgeb von Trottelfon. Seine Karriere zeigt leicht nach unten, seit er letztes Jahr grossspurig verkündet hat, dass er uns in die Playouts bomben will. Das Resultat kennen wir ja. Uha uha uha. Er ist offensiv wirklich ein guter Spieler, sein Schuss von der blauen Linie ist stark. Aber, jetzt kommt mein Mahnfinger, in der Defensive (und die ist für einen Verteidiger doch ziemlich wichtig …uha) zeigte er aber gröbere Schwächen. Und das alles nur, weil er sich selber unter Druck gebracht hat mit seiner Playout-Bomber-Geschichte.

Also, wenn ich einen Rath geb darf: Herr Rathgeb, streichen sie jetzt einfach mal sämtliche Playout-Bomber-Geschichten aus ihrem Hirn. Sie werden ja bald in das Vergnügen kommen, in den Playouts rumzumurksen und gegen den Abstieg zu kämpfen. Herr Rathgeb, sie konnten letztes Jahr niemanden in die Playouts bomben, sie werden dieses Jahr niemanden ins Playout bomben und sie werden auch in den nächsten 30 Jahren niemanden ins Playout bomben. Wenn sie diesen Wahn ablegen können, könnte es sein, dass sie ein total geiler Verteidiger werden können. Falls der Trieb aber nicht besiegt werden kann, dann wechseln sie zum Beispiel zu uns. Wir haben dieses Jahr gleich 2 Vereine ins Playout geknallt. Ich weiss, dass sie das registiert haben und heimlich unter der Bettdecke geweint haben. Schwamm drüber.

So, ziehen wir das Wochenende mit Senf und Trottelfon noch durch, danach folgt die geilste Zeit des Jahres. Alle in Rot ist das Motto, also sind auch menstruierende Damen an die Playoffs zugelassen. Ach ja, noch was: Herr Rathgeb, seinen sie unbesorgt, die Berner Kurve wird beim Spiel in Trottelfon sowas von nett sein, ich bin sicher das kein Schmähsong ertönen wird, uha uha uha. Es wird keine Anspielungen geben, dass sie mit ihrem Verein dort sind, wo sie andere hinbomben wollten. Ich träume weiter.

SC Bern – EV Zug 4:1

Also, wenn bei uns ziemlich diskutiert wurde, ob wir denn schon in Playoff-Form sind, dann müssten sich die Zuger heute ab der Leistung ihrer Mannen ziemlich entsetzt haben. Wir haben den Spitzenkampf mit 4:1 entschieden, weil wir vor dem Tor endlich wieder ecklig waren. Der Sieg ist gut, aber so ganz richtig interessiert es niemanden, es war ein Bratwurstspiel. Das meine ich nicht negativ, das ist einfach so wenn die Playoffs quasi vor der Haustüre warten. Gell, Gottéron? Uha uha uha. OK, unterhaltsam war es, unter die Haut gingen sich die Teams nicht, das ist auch klar. Nur Johann Morant, die Kloake aller Scheisshäuser, konnte sich wieder mal nicht gesittet in die Niederlage fügen. Beim Handshake nach dem Spiel wollte er tatsächlich noch boxen. OK, er hatte gerade Trüffelnacht die Hand gegeben, wer unseren verbalen Kämpfer kennt, kann sich sicher vorstellen, dass er ihm nicht nur gesagt hat „du hast einen wunderschönen Po“. Er wird sicher noch angehängt haben „oder ist das Dein Gesicht?“ oder so ähnlich. Egal. Wir haben die Pflicht heute gar nicht mal so schlecht erfüllt.

Zu Beginn plätscherte das Spiel wie ein Gletscherbach durch die Halle. Erfrischend, klar, trotzdem wollte niemand seinen Zeh so richtig reinhalten. Dann passierten doch noch 2 Tore, beide mit massiver Ansage. Erst kamen wir zu richtig tollen Chancen, aber nichts ging rein. Der Maserati wird so langsam zum Chancentod, so dachte ich. Zum Glück lies ich ich dann später eines Besseren belehren. Als wir den Druck halten konnten, furzte so ein Hoppelpoppelhüpfbrug-Schuss in die Krätze der Zuger. Offizieller Torschütze war die Trüffelnacht. Aber Zug reagierte heftig und schnürte uns nur Sekunden später massiv im Drittel ein, es war fast wie in „Fifty Schatten von grauer Star“ oder wie der Frauenporno heisst. Zug kombinierte sich herrlich zum Ausgleich. Es nervte mich, weil ich es abgöttisch hasse, wenn wir nach einer Führung gleich den Gegentreffer fressen müssen. Aber wir musste mit dem 1:1 in die Pause.

Im zweiten Drittel waren wir gut unterwegs und konnten bereits in der 23. Minute die Führung wieder holen. Moser der Du bist konnte einen Abpraller souverän einschieben. Diesesmal hielten wir dann gegen die Tramschienen dagegen, so dass der erneute Ausgleich nur ein Traum blieb. Klar, es brauchte Leo oft, aber wir liessen uns auch nicht mehr so ausspielen. Wenn ein Zuger knallt und Leo freie Sicht hat, weiss man bereits vorher, dass unser Hexer die Scheibe blockieren wird. Topleistung, erneut!

Im letzten Drittel war die Bratwurst-Spannung immer noch da. Allerdings vernichteten wir relativ rasch jede Hoffnung der Innerschweizer Beatrice-Egli-Fans. Als Stephan neben dem Tor Blumen sammeln ging, wurde er korrekt gestört, die Scheibe kam vor das leere Tor, und Alkoholbeller knallte endlich wieder mal einen Volltreffer in die Maschen. Das 3:1 war vorentscheidend, weil sich in der jetzigen Phase kaum mehr ein Team in den roten Bereich begibt. Das wäre aber nötig, um gegen den Tabellenführer 2 Tore aufzuholen. Aber ich verstehe die Zuger (ausser Johann Apfelkern Morant). Mitten in diese „wollen wir oder lassen wir es?“-Phase schossen wir ein herrlich herausgespieltes Tor durch die Blume. Das war die endgültige und hinterletzte Entscheidung. Wie will man 3 Tore gegen Leo schiessen, der heute wieder die lockere Fangquote von 96.55 Prozent geboten hat … soviel hat der Conz aus Fribourg, wenn man 3 Spiele zusammenzählt. Uha uha uha.

Alles im grünen Bereich, dass Kolbenschef noch in Bern weilt (ihr habt es sicher gelesen, ein grossartiger Mensch!) wird Team den letzten Schliff für die Playoffs geben. Nach der Doppelrunde vom Wochenende geht es ja dann endlich los mit der schönsten Zeit des Jahres!

Fribourg fassungslos – Hat Sportchef Dubé den falschen Berra an der Angel?

Wie wir alle wissen, hat der HC Fribourg-Trottelfon wieder einmal ein ganz normale Saison eingefahren. Tabellenrang 11 im Moment, bei der bald beginnenden Abstiegsrunde müssen sie sich wehren wie die Sau, damit sie nicht in das Playout-Finale fallen. Ihr umtriebiger Sportchef Dubé, auch da wurdet ihr hier informiert, hat ja bekanntlich das Problem analysiert und will auf nächste Saison hin den flatterigen Torhüter Conz ersetzen. Nicht mit irgendjemanden, sondern mit Reto Berra, dem grossartigen Schweizer Torhüter, der in der NHL auf keinen grünen Zweig kommt. Scheinbar sind die Verhandlungen schon sehr weit fortgeschritten, wenn man den Zeitungen trauen kann.

Doch nun droht Ungemach. Der Verwaltungsrat der Hutzenbröhne hat sich die Dokumente nun mal zur Brust genommen. Stutzig wurden sie, weil Dubé immer von einem „Yogi Berra“ redete, der Hexer aber bewiesenermassen „Reto“ heisst. Bei genauer Durchsicht der Akten fiel der Verwaltungsrat dann vom Hocker. Dubé hatte tatsächlich mit dem Manager von Yogi Berra verhandelt. Yogi Berra war ein begnadeter Baseball-Spieler in New York. Er verstarb im Jahr 2015 im Alter von 90 Jahren. Er war eine Legende. Die Stats von ihm hier aufzulisten wäre sinnlos, da von uns niemand schlau daraus würde. Nicht aber der Dubé Chrigu. Er sah, dass er 2120 Spiele in der höchsten Liga absolvierte und war von Berra nun total überzeugt. Dann sah er noch unter „SO“ die Zahl 414, was Dubé irrtümlich als „Shutouts“ interpretierte, im Baseball bedeutet das aber „Strike Out“.

Als die Leute weiterblätterten, fielen ihre Gesichter ohne zu bremsen auf den Tisch. Der sich anbahnende Transfer geht, da Yogi Berra nicht mehr unter uns weilt, nur um eine Playercard, die scheinbar Millionen Franken wert ist. Das ist ja alles Gut und Recht, aber hier in der Schweiz kann man sich für diese Karte nicht mal einen Rathgeb kaufen. Der Verwaltungsrat hat nun die Verhandlungen um die doofe Player-Card sofort gestoppt und dem Dubé einen strengen Verweis erteilt.

Dubé ist sich allerdings keiner Schuld bewusst. „Ich verstehe die Panik-Reaktion jetzt nicht so ganz, denn man muss überall nach Torhütern suchen“ meinte der sichtlich enttäuschte Sportchef. „Wir haben ja mit Conz auch einen Torhüter, der erst auf dem zweiten Bildungsweg Torhüter geworden ist“. Ich habe recherchiert, das stimmt allerdings, Conz war vorher Berufssoldat in der Schweizer Armee und war Kragentester im Zeughaus. Er wurde dort dann gefeuert, weil ihm jeder Kragen bis unter die Augenbrauen kam. Über die Gründe verliere ich kein Wort.

Ich spreche dann Dubé darauf an, dass Yogi Berra ja seit 2 Jahren tot sei, Dubé lächelte mich schelmisch an und sagte: „Auch Elvis lebt noch, ebenso John F. Kennedy“. OK, immerhin arbeitet er mit Überzeugung. Ob diese Überzeugung aber richtig oder falsch ist, muss ja zum Glück nicht ich beurteilen. Ohne Frage, Dubé wird Fribourg niemals zum Meister machen, aber er hat sein Panini-Album bald voll. Nur das zählt!

Furzkopf der Woche – Bester Spieler vom EHC Kloten ist …

Ja, diese Ehrung wird indirekt in die Geschichte eingehen. In den Augen des grossen Publikums geschah diese Ehrung wie normal. Ich glaube, dass Romano Lemm gewählt wurde, ich kann mich aber auch irren, schlussendlich ist es auch egal. Wir alle kennen das Prozedere: Der Speaker sagt „Die Ehrung der besten Spieler wird vorgenommen von Britta Wedel, die Matratze der Firma Mümmel&Co.“. Niemand klatscht. Dann wird zuerst der „Best Player“ des Gastes aufgerufen, der dann einen Aschenbecher überreicht kriegt. Dann folgt der heimische „Best Player“, da schreien die Leute dann schon laut mit. Auch wenn der auch nur einen Aschenbecher kriegt, aber immerhin mit einem Pack Rösti. Wenn nun aber der „Best Player“ von Kloten wüsste, wie ihm geschah, würde er in Tränen ausbrechen. Dazu muss ich Euch schnell die Vorgeschichte erzählen.

Ich stehe in der Drittelspause unschuldig vor dem Stadion und pfaffe meine wohlverdiente Cigi. Da kommt ein unerhört sympatischer Typ, er umarmt mich innig, er outet sich als grosser Anhänger von Hardboiled SCB. Das ehrte mich natürlich. Noch mehr Rührung gab es für mich, als der Mensch darauf bestand, dass ich ihm auf seinen Schal ein Autogramm raufmüllern sollte. Natürlich erfüllte ich den Wunsch, danach quatschten wir. So erfuhr ich, dass er mit Herzblut SCB-Fan ist, aber aus Basel kommt. Ich verkniff mir mein innbrünstiges „HOPP YB“, weil ja Basel erneut Meister werden wird. Dann erzählt er mir, dass er auf FB über die offzielle SCB-Seite heute gewonnen habe. Es ging darum, die Ehrung eben des „Best Player“ von Kloten vorzunehmen. Er sagte zu. Logo, wenn man schon mal so hauteng bei den Spielern sein kann.

Ich habe mir dann überlegt: Der Klotener schüttelt also artig die Pfote. Vis-à-vis steht ein sympatischer Mann. Was der Zürcher nicht weiss: er schüttelt gerade einem Basler die Hand, der mit einen SCB-Schal vor ihm steht, auf diesem Schal ist wie frisch geduscht mein Autogramm „Tuni Hardboiled“ drauf. Eigentlich fast eine Geschichte für das Geschichtsbuch. Mit einem Händedruck hatte der Klotener gleich 3 Gegner auf der Pelle, das gibts sonst ja nur in Lugagel, wenn Frau Schwanzberg ihren Dildo aufs Eis schmeisst. Sensationell!

Was das Video damit zu tun hat? Nun, alle Entscheidungen sind gefallen, die glücklichen Playoff-Teilnehmer stehen fest, logischerweise auch die Wurstlis, die in die Playouts gefallen sind. Mein Video soll jungen Eltern von Playout-Teilnehmern zeigen, wie man sein Kind eben nicht behandeln soll. Für sie ist Eishockey ein toller Sport, auch wenn der eigene Verein nun quasi im Dickdarm der Liga rumstochert mit einer Haufen Scheisse am Stock. Also, kontrolliert Eure Emotionen. Klatscht die Playout-Lieder mit Inbrunst mit. Nur so bleibt die Familie glücklich!

SCL Tigers – SC Bern 2:4

Seht ihr, wir konnten es nicht verhindern. Durch unseren 4:2-Sieg im Tal der heulenden Rinder erreichten die Tigers ihr grosses Saisonziel: die Playouts. Die Nacht wird lang werden in Langnau, sämtliche Beizen haben eine Freinacht angekündigt, dem Ehlers Heinz, Schweinsmocken von Beruf, wird noch im Anschluss an die Festlichkeiten ein neuer 11-Jahresvertrag hingelegt. „Wenn Playout, dann bitte erst kurz vor Schluss der Quali“ war auch den Tenor der Fans. „Und wenn es geht noch durch den stolzen SC Bern, der ja 14-facher Meister ist“ meinte Gurtner Josef, der urichge Emmentaler. Tja, unser Sieg rückt da schon etwas in den Hintergrund, wen interessiert es noch, dass wir die 100-Punktemarke so eben überschossen haben? Man versteht hier in Langnau sein eigenes Wort nicht mehr, der Jubel über das erneute Erreichen der umkämpften Playouts kennt keine Grenzen. Wildfremde Menschen stecken sich die Zunge in den Hals und weinen danach, nicht wegen der pelzigen Zunge des Gegenübers, sondern weil die Gefühle „Playout 2017“ nun halt einfach ihren Tribut zollen.

Wir konnten die Basis zu diesem ersten Erfolg im Emmental seit gefühlten 300 Jahren nicht im ersten Drittel legen. Nicht das wir schlecht spielten, aber die Tiger wollten ihre letzte Chance wahrnehmen. Ihr merkt, ich habe den Ironie-Modus kurz abgedreht. Erfreulich war, dass wir auch mal in Führung gehen konnten. Der Gewinneron schoss im Powerplay wieder herrlich aus dem Handgelenk in den Angel, der Tschatscho hatte keine Chance. Oft hatten wir es im Griff, um dann aber gleich wieder für Panik zu sorgen, weil man den Tigern eine Chance angeboten hatte. Wir festigten uns wieder und konterten nun fleissiger. Da wurde Marco die Mühle geschickt, der junge kline Saubub schoss herrlich aber haltbar in den Angel, das 2:0 war da. Grosses Kino, Marco! Die Führung nach 20 Minuten ging sicher in Ordnung. Ich traf den oben erwähnten Gurtner Josef dann in der Drittelspause, er war aber nicht sehr gesprächig. Er wurde ja in Langnau „Fan des Jahres 2017“ in einem knallharten Wettbewerb. Die Teilnehmer mussten 3 Spieler des aktuellen Kaders benennen. Nach fast 3 Stunden hatte es Gurtner Josef geschafft. Ich gratulierte ihm natürlich.

Wumm. Das zweite Drittel begann so, wie kein Drittel beginnen sollte. Es war kaum angespielt, wir waren noch zu viert auf dem Eis, da war der Ausgleich bereits Tatsache. Was für ein unhuren Faden da hinter Leo einschlug, beeindruckend. Danach waren die Tiger im leichten Aufwind, klar doch, nur noch ein Tor Differenz, bei 2 minus 0 haben sie Probleme mit Kopfrechnen, 2 minus 1 begreifen sie sofort, „nur noch ein Tor ugah ugah“ rattert es in ihren Gehirnen. Nun reagierten wir aber gut auf die Situation. Wir pressten wie eine Hebamme beim Geburtstraining und konnten nach einer herrlichen Kombination 7 Minuten später erneut durch Müller das 3:1 erzielen. Genoni holte sich da scheinbar einen Assist, unglaublich, ich prüfe das noch nach, sicher ist aber dass unser Ehebett beim 3:1 bereits den dritten Assist aufschreiben konnte. Er kommt in Playoffstimmung! Aber die Party war nun angeteiget worden, umsomehr als Plüsch Ferdu mit einem herrlichen aber haltbaren Angeltreffer dann auch noch gleich das 4:1 auf die Anzeigetafel montierte. Gut reagiert, Jungs!

Das letzte Drittel war dann ein Grillenzirpen für Schmeissfliegen. Die Berner Kurve feierte laut und geil, Grunder Josef frage mich entsetzt „warum feiern die, ihr kommt ja jetzt in die doofen Playoffs, nicht?“. Uha. Egal. Grunder Fritz halt. Wir liessen es nur noch einmal kurz anbrennen, die Tiger konnten noch zum 2:4 verkürzen, aber das wars dann. Ein Sieg im Emmental ist selten, also geniessen wir es.

Auf eine Art habe ich Mitleid mit den Tigers. Nicht mit Tränen und so, nein nein. Ihr Sportchef vertraut 2 Torhütern, die vorher niemand auf der Rechung hatte, die aber gut spielen. Die Ausländer sind ebenfalls sehenswert. Die Schweizer Spieler auch. Aber wieso um Gottes Willen kam man auf diese unsägliche Idee mit dem Clown aus Olten an der Bande? Und warum liess man den so lange wursten? Das sind selberverschuldete Playouts, liebe Langnauer. Aber ich weiss, dass ihr es dem Team verzeiht und weiterhin mit Eurer unglaublichen Treue für eine geile Atmosphäre sorgen werdet. Egal wie die Saison noch endet. Und ich schwöre Euch, dass ich mit Euch feiere, wenn ihr den Ligaerhalt schwarz auf weiss habt. Langnau gehört in die NLA, basta.

Ach, noch was: Es gab oder gibt doch da einen Verteidiger in Trottelfon mit der #27, GibmirRath oder so. Der uns ja letzte Saison ins Playout bomben wollte. Uha, wir wurden ja dann Meister. Egal. Wir haben ihm quasi nun eine Anleitung geliefert, wie man das genau macht. Gestern Kloten, heute die Tigers. Hoffentlich liest im das Muddi vor, damit wir ihm vom SCB einen Rath geb.