Kategorie: Matchbericht

Harte Berichte

Playoff HF 2: HC Lugano – SC Bern 1:4

OK. So habe ich es gerne. Eben. Maul abwischen und dann zurückschlagen und die Serie wieder in die richtige Richtung lenken. Gegen ein starkes Lugano konnten wir unseren Riegel relativ gut aufziehen und Hinten mit einem genialen Genoni fast dicht halten. Vorne schossen wir die wichtigen Tore zum brutalen Kantersieg. Uha uha uha. Es war harte Arbeit heute, was ja aber normal ist, wenn man in einem Halbfinale steht. Das 1:4 ist gut für uns, für Lugano relativ brutal, denn sie waren lange Zeit sehr tonangebend, verstrickten sich aber in den Schönspieler-Modus und suchten nicht die perfekte Welle, sondern den perfekten Pass. Oft konnten wir mit einem Millimeter Stock gerade noch dazwischenfunken. Aber Lugagel hat Fortschritte gemacht unter Gerhard Eierland. Unter dem Schreder wären sie uns nach dem 0:2 ins offene Messer gelaufen. Sie spielten erstaunlich geduldig weiter und hielten das Spiel lange sehr eng. Aber der Mann des Spiels (neben Leo), der Bidu Gerber (er hechtete mindestens in 5 Schüsse), schoss dann endlich mal einen hohen Hammer zur Entscheidung in die Kiste. 1:1 in der Serie, am Samstag gehts weiter, Vollgas Jungs!

Weil die Lugano-Fans nun sicher enttäuscht sind, habe ich mir alle Mühe der Welt gegeben, um ein tolles Gedicht für sie zu schreiben:

Die Lugagel-Fans wollen schreien „Forza“
Doch sie sagen dann „Lueg itz mau das Knorz a“
Und der Merkellecktiltis reckt daneben
Der blieb ja fast in seinem Bisi kleben
Doch der Tessin wird morgen wieder lachen
Weil der Lapierre tut heute noch seine Frau machen

Im ersten Drittel war ich doch sehr nervös und trank nur 3 Bier. Lugano in der Resega ist KEIN leichter Gegner. Das wissen wir. Der Start würde für uns wichtig werden, ganz klar. Und das gelang nicht schlecht. Die ganz grossen Torhchancen waren nicht unbedingt da in der Startphase. Aber auswärts ist mir das egal. Wir durften dann mal Powerplay üben, und oh Wunder, eine durchdachte Kombination endete nicht mit einem Pass auf Hodenhöhe, sondern kam zum freistehenden Trüffelnacht, der dem Merkellecktiltis die Scheibe zwischen den Ohren zur Führung einschob. Gross in Gefahr kamen wir in diesem Drittel nicht, weil Lugano zwar geschockt war, aber auch nicht Herzinfarkt-Hockey spielte.

Das zweite Drittel hatte dann Phasen, die mir weniger gefallen haben. Irgendwie haben wir ab und zu ein ähnliches Problem wie ein Teenager. Da ist Ordnung im Zimmer, 3 Sekunden später sieht es aber im Zimmer aus als wäre eine Bombe explodiert. Bei uns verloren wir ab und zu die Zuteilung und Lugagel konnte viel zu lange in unserem Drittel rumhebeln. Als wir uns dann befreiten, war es meistens ein „Spiel die doofe Scheibe einfach tief ins Drittel der Lugagler, damit wir wechseln können“. Und die nächste Welle von Lugano kam, die zwar versandete wie ein Frauenfurz am 1. August, die doch so doof klepfen. Als dann mal ein Konter lief, versuchte das Ehebett die Stellung des Jahres, sein Drehschuss wäre wohl missglückt, aber ein Verteidiger lenkte die Scheibe mit dem Schlöf ideal zur Deckenfrau ab, der sofort schoss und das 2:0 in den Knarst brachte. Lugano blieb ruhig, auch wenn sie fest grännen mussten. Der Anschlusstreffer zum 1:2 war dann herrlich herausgespielt. War etwas unfair, weil wir einen Joggel weniger auf dem Eis hatten.

Also durfte man auch das letzte Drittel mit 200 Puls in Angriff nehmen. Lugano riskierte immer noch nicht alles, sie standen jetzt aber etwas höher, doch eben, unsere Konter sind ein Thema für sich. Aber es ging ja gut, also will ich nicht so gross rumleiern. Gekämpft haben wir wie stolze Bären, es war unglaublich, wie oft sich unsere Jungs in die Schüsse gelegt haben. Als wir dann kurz vor ihrem Tor drücken konnten, kam die Scheibe zu Beat Bomber Hammerschuss Gerber. Was für ein Strich liess denn der Mann da los? 1:3 und ich tobte ab und sang lautstark „La Montanara“. Ziemlich falsch zwar, aber egal. Der Gerhard Eierland nahm dann den Merkellecktiltis noch raus, da semmelten wir hartnäckig nach, Moser holte die Scheibe in der Ecke und passte zu Plüsch Ferdu, der die Scheibe zum 4:1 versteckte. Nun war alles klar. Gut für uns.

Also, das Spiel heute war attraktiv, weil unsere Leistung ziemlich konstant war. Es gab noch Phasen, wo eben die Ordnung nicht mehr ganz stimmte, aber mit solchem Einsatz kann man den Schaden fern halten. Aber man darf sich das nicht zu viel erlauben. Wir haben jetzt eine best-of-five-Serie, am Samstag muss die BriefmarkenGeld Arena so richtig zittern. Wenn man nach einem Fehlstart die Serie wieder ins richtige Licht rücken kann, muss das Standgas am Samstag bereits Vollgas sein. Dampf machen Jungs!!

Eine Interessante Anektote habe ich noch von unserem Liebling, dem harten, nein was sag ich, dem ultraharten Lapierre. Er wurde beim Einspielen von einem Puck getroffen. Lapierre zeigte keine Wirkung, aber der Puck blutete. So hart ist der Lapierre. Unfassbar.

Playoff HF 1: SC Bern – HC Lugano 2:4

Wisst ihr, als ich in der ersten Klasse war, mussten wir im Zeichnen einen Gegenstand zeichnen und der Lehrerin am Schluss der Stunde abgeben. Ich zeichnete glaube ich ein Auto. Mein Sitznachbar machte einen Punkt aufs Blatt und sagte dass sei ein Pöög von seinem Vater. Die Lehrerein zog den Saububen ziemlich heftig an seinen Ohren (das war damals noch erlaubt) und sagte Worte, die mir heute nach unserem Playoff-Halbfinal-Startspiel wie Glockenschläge durch den Schädel dröhnten. Sie sagte „So aber nicht, pfui pfui“. Das war für mich das Motto heute. Erneut konnte ich die Playoff-Intensität nicht feststellen, wie schon gegen die Piller. Im ersten Drittel waren Phasen da, aber wir wissen es ja seit Jahrzehnten: Das reicht einfach nicht. Wir wollen aber nicht nur an unserem Spiel rumnörgeln sondern auch sagen, dass Lugagel seinen Job heute Abend einfach besser erledigt hat.

Dabei furzten wir wie die grösste Darmgrippe aller Zeiten los. Noch keine Minute war gespielt, als Schwerweh herrlich freigespielt uns die frühe Führung hinbombte. Der Merkel ihr Iltis hatte noch keinen Schuss halten müssen. Wir hielten in dieser Phase das Tempo gut hoch, griffen mit Elan an und hätten in dieser Phase sicher noch den einen oder anderen Ofen schreiben müssen. Es gelang nicht, und plötzlich änderte sich das Spiel. Lugano, nun endlich angekommen, griff schnittiger an und brachten uns massiv in Verlegenheit. Ich drehte wieder fast durch, wenn wir gefühlte 2 Minuten nicht mehr aus dem Drittel kamen. Weil wir uns selber im Weg standen oder uns komisch befreien wollten. In diesem Drittel ging es noch knapp gut, aber ich hatte ein ungutes Gefühl. Wenn ein Spiel so geil beginnt, dann erwarte ich einfach, dass der Kohleschipper noch 12 Brickets drauflegt und nicht mehr zu bremsen ist. Aber bei uns trotteten irgendwie Hans Wirrwarr und Fritz Kompliziert auf der Eisscholle umher.

Das zweite Drittel zeigte uns dann schonungslos die Wahrheit. Fazzini, ein Riesentalent, reagierte auf einen Abpraller am Schnellsten und glich das Spiel aus. So ungefähr bei Spielhälfte. Vorher bewahrte uns Leo ein paar Mal vor dem Ausgleich, da gab es dann aber nichts mehr zu halten. Nach 40 Minuten konnten man sich überhaupt nicht beschweren, dass es Unentschieden stand. Ich beschwerte mich trotzdem, weil ich mich aus Prinzip immer beschwere wenn wir nicht führen. So bin ich. Uha uha uha.

Unser Untergang kam dann zuckersüss im letzten Drittel. Käsa, der Emmentaler Kranzschwinger für Rinder ohne Euter, zog furztrocken ab und brachte Lugano in Front. Noch einmal schien das Spiel auf unsere Schiene zu gleiten. 90 Sekunden später schoss der unter dem Sand lebt uns wieder zum Ausgleich. Alles war bereit zum Playoff-Party machen. Nur unsere Störche nicht. Als ein Konter über die sehr unhygienischen Schweden lief, wurde Bürgler genial angespielt und Lugano hatte die Führung wieder. Danach war es ein bisschen ein Anlaufen, aber wir wissen ja, dass sie ebenfalls einen guten Hexer haben. Als Leo das Netz freigab, versemmelten wir die Scheibe, es passte zum ganzen Spiel, so dass der Garten uns den vierten Ofen in die verlassene Krutze semmelte. Das war es dann auch.

Trotzdem schlafen ich gut. Der Fall ist doch einfach klar: 5 Spiele gegen Biel und jetzt 1 Spiel gegen Lugano habe ich einfach kein oder nur ganz selten Playoff-Hockey gesehen. Auch heute hatte ich das Gefühl, das viel zu wenig kam. Keine Intensität. Dann auch die üblichen Probleme, über die wir schon lange reden: kompliziert, schlechte Schüsse und viele Probleme mit sich selber. Aber egal, das sind Playoffs. Man kann nicht immer alles wegräumen wie letztes Jahr. Aber wenn am Donnerstag wir erneut nicht in den kapitalwichtigen Modus „Playoff“ kommen, wird es ganz hart, diese Serie zu gewinnen. Natürlich ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts verloren, logo, auch nach einem eventuellen 0:2 noch nicht, mir gibt die Art und Weise mehr zu denken. Der Kampf war da, kein Vorwurf an die Spieler, aber irgendwie hatte Lugagel viel zu oft alles ziemlich im Griff. Das darf nicht sein. Egal, neues Spiel, neues Glück, aber einfacher wird es am Donnerstag nicht.

Playoff VF 5: SC Bern – EHC Biel 4:1 (jou jou Halbfinale)

Wisst ihr, warum ich fast in die Hosen schiffe vor Lachen? Am Samstag gewannen wir in Biel mit 3:1 und die Serie stand 3:1, heute gewinnen wir 4:1 und die Serie steht 4:1. Unglaublich oder? Paranormale Aktivitäten? Ausserirdische Zeichen? Nein, eher ein Zufall. Aber egal. Wir sind durch und stehen nächsten Dienstag mit einem Heimspiel im Halbfinale. Das ist mal die schöne Meldung. Allerdings muss ich dem EHC Biel meinen allerhöchsten Respekt zollen. Nie sah ich ein stärkeres Biel uns unserem Stadion. Die haben wirklich gut gespielt und sind eigentlich primär an einem Mann gescheitert: Leonardo Genoni. Das war unglaublich, was der Mann heute gehalten hat. Und endlich wurde im die Ehre auch vom Publikum total gegeben. Was für ein Klassemann. Auf der Gegenseite natürlich auch Hiller, der hat mit seinen Reflexen auch ein paar unmögliche Dinger gehalten. Aber gehen wir das Spiel mal durch.

Also, im ersten Drittel ratterte es zuerst ziemlich zahm los. Beide Teams waren in einem Abtast-Modus (ich sag dem Petting-Hockey), eigentlich erstaunlich im Spiel 5. Als bei uns eine Druckphase da war, schnitzerte Biel in der Abwehr und Maserati Alki Bello schoss nach einem herrlichen Zuspiel von Moser der Du bist die Führung heraus. Aber Biel, das niemals aufgibt, zeigte sich nicht gross beeindruckt. Im Gegenteil, nun legten sie einen Zacken zu. Es dauerte nicht lange, bis der Ausgleich fiel. Robbie das Ohr Earl lief durch, wartete den richtigen Moment ab und Penetranti schoss kaltblütig ab. Da schwante mir böses, denn irgendwie ähnlich hatten wir doch Spiel 3 versemmelt, nicht?

Dann kam das zweite Drittel. Und von mir ausgesehen hat Biel da das Spiel vergeben. In diesem zweiten Drittel war uns Biel überlegen. Bei jedem Angriff kam bei mir der EKG (Eierkontrollgriff), weil ich immer nervöser wurde. Aber da war einfach ein Mann da, der alles zunichte machte: Weltklassemann Genoni. Ein paar Paraden waren schier nicht zu glauben und rissen mich vom Sitz. Grossartig. Trotzdem drohten die Piller weiterhin mit der Führung. Ich war ja schon froh, dass wir nicht wieder 4 Eier fressen mussten. In unsere Bahnen wurde das Spiel dann durch unter dem Sand gelenkt. Sein Hammer brachte uns die 2:1-Führung, die zwar noch nicht die nötige Ruhe ins Team brachte, aber unglaublich wichtig war. Ein „Glückstreffer“ führte uns auf die Glücksspur. Wie poetisch!

Im letzten Drittel sah man zuerst wieder ein weiter Powerplay, dass nicht mal eine Kaulquappe so kompliziert und ungefährlich spielen würde. Es passierte das, was ich nicht ausstehen kann. Im gleichen Powerplay konnten nacheinander 2 Piller alleine auf Genoni fahren, doch eben, wenn er hext dann hext er verreckter als eine verhexte Hexe, die gerade am Hexen ist. Es blieb bei unserer Führung, das gab uns dann trotz harten Druckphasen der Piller die Gewissheit, dass wir es schaffen können. Als wir dann endlich mal einen Konter fuhren, schoss uns der Lasche in den Himmel. Sein 3:1 war eigentlich die Entscheidung. Der Leernetzer von Ehebett rundete die Party dann noch ab. Schluss. Aus. Deutschland ist Weltmeister oder so.

Also, konzentrieren wir uns auf das Wesentliche. Wir müssen noch ganz viel trainieren, um im Halbfinale etwas dominanter aufzutreten. Das Powerplay muss geübt werden, ebenso „wie komme ich aus dem eigenen Drittel raus ohne mir die Pobacken zu verletzen“. Das muss unbedingt verbessert werden.

Am Schluss der Playoffs schüttelt man sich auf dem Eis die Hände und die Schreibwürste wie ich ziehen ein Fazit: Also, Biel hat mich sehr überrascht. Sie waren immer auf unserer Höhe, haben einen geilen Goalie und haben heute ein paar kleine Fehler gemacht, die wir ausnützten, unsere Fehler wurden nicht bestraft. Ihre Angriffsauslösung war vom Feinsten und ihr Powerplay war meistens 2 Minuten in unserem Drittel. Zur ganz grossen Überraschung fehlte nicht so viel, wie das 4:1 in der Serie darstellt. An unseren Heimspielen waren sie 2 x sehr nahe dran und haben einmal gewonnen. Verseckelt hat es sie mit ihren 2 Heimspielen, da sie in 120 Minuten nur das eine Tor geschossen haben. Das reicht dann halt nicht. Aber egal, das Team hat Potential, das dürfte spätestens seit heute allen klar sein.

Freuen wir uns auf weitere Spiele, schauen wir mal was uns die Saison noch bringt. Die Hockeygeilheit ist wieder extrem und irgendwie furzt mich die Woche Pause gewaltig an. Aber für meine Nerven ist das vielleicht gar nicht so schlecht. Geniesst den Moment und feiert unsere Jungs ruhig ab, auch wenn erst Dienstag ist und morgen wieder alle im Stollen stehen müssen. Gute Nacht.

Playoff VF 3: SC Bern – EHC Biel 3:6

Das ist schon leicht kindisch wenn man ein Break schafft und dann gleich das Rebreak kriegt. Nervt mich auch immer im Tennis. Ich erspare Euch die Geschichte meiner Tenniskarriere. Also, Biel war heute besser, hat das richtig gemacht, was wir falsch gemacht haben. Etwas lachen musste ich nur ab der Euphorie in der Bieler Kurve, wir wischen einfach das Maul ab und weiter gehts. Passiert ist rein gar nichts, wir führen nach wie vor mit 2:1 und haben die Trümpfe noch in der Hand. Wenn wir allerdings so weiterspielen, versiechen wir uns die Serie gleich selber. Wie im Jassen wenn man 8 Schaufeln in den Klöpen hat, dann aber in der Aufregung „Kreuz“ Trumpf machen würde. Unsere Leistung war wie ein Gartenschlauch. Im ersten Drittel stand ein Mensch auf der Leitung, es tröpfelte. Im zweiten Drittel stand der Mount Everest auf dem Schlauch, da kam gar nichts. Im letzten Drittel war er etwas freier, es rünnelete besser, allerdings war da Biel schon lange in einem anderen Modus und zählt für mich nicht mehr. Fazit: 3 Spiele gespielt und 2:1 in Führung, nach wie vor ist alles grün. Auch wenn es am Samstag, was ich aber bezweifle, zum 2:2 kommen würde.

Das erste Drittel begann nicht soooo schlecht. Etwas mehr Druck von unseren Stürmern war ersichtlich, allerdings waren die Mängel im Powerplay dann halt wieder krass sichtbar. Eher zufällig kam dann ein Treffer zustande. Nach 14 Minuten konnte das Ehebett uns in Führung schiessen. Nicht schön der Ofen, aber das interessiert nicht. Herzig dann, wie der McTablar, etwas reklamieren wollte. Hiller-Behinderung oder so. Das ganze Stadion sah dann die Zeitlupe, ein lächerlicher Versuch. Er tobte nach der Anerkennung des Treffers immernoch ab. Eventuell sieht er halt auch nicht mehr so weit. Schwarzer Star? Damit meine ich nicht Robbie Ohr, sondern seine Augen. Egal. Biel schlug aber noch in diesem Drittel zurück. Ein herrlich herausgespielter Powerplay-Ofen brachte den Pillern den Ausgleich. 1:1. Das ging OK. Auffallend war, dass wir im Gegensatz zum Auswärtsspiel die Piller zum Teil einluden, mit Tempo in unser Drittel zu rasen. Das passte mir nicht. Das war nicht mehr die konsequente Leistung vom Dienstag. Stellungsfehler noch und nöcher. Ein Pornodarsteller wäre nach sovielen Stellungsfehlern nur noch Kondomauspacker.

Die Strafe folgte dann im zweiten Drittel, als wir uns innert 7 Minuten 3 Öfen in den Knarst wursten liessen. Erst traf Wellinger, der sonst nur durch Stockschläge auffiel (ja, der Wellinger der ja damals mit dem Druck in Bern nicht umgehen konnte und unbedingt wieder an der weinenden Zitze von Kevin saugen wollte), danach löffelten sich Genoni und Kamerzin einen selber rein, um dann Robbie Ohr in mit einem Mann weniger alle Zeit der Welt gab, um satt zum 1:4 zu treffen. Der Schrecken nahm kein Ende, denn es traf auch noch Mäckficker zum 1:5 aus unmöglichem Winkel. Eigentlich waren wir da schon bedient. Von mir ausgesehen hätte man abbrechen können. Wir brachten in diesem Drittel NICHTS zustande. Grauenhaft.

Das letzte Drittel zeigte dann immerhin noch, dass wir uns dann doch nicht gleich total verprügeln lassen wollten. Durch Noro und Alkoholbeller konnten wir noch auf 3:5 verkürzen, zu mehr reichte es nicht, der Ofen in die leere Krutze besiegelte dann das 3:6 Schlussresultat. Alles in allem eine verdiente Niederlage, logo, da müssen wir nicht diskutieren. Nerven tut jede Playoffniederlage, aber jetzt ist die Serie wohl richtig lanciert.

Genervt hat mich nur wieder das Dauergegränne der Piller ab dem Schiri. „MIMIMIMI“ bei jedem noch so klaren Foul von ihnen… Sie sollen doch McTablar als Schiri aufstellen, eventuell akzeptieren sie dann mal eine Leistung der Schiedsrichter. Einfach mal zuschauen und das Spiel geniessen, nein, man heult nach einem 3:6-Auswärtssieg bereits wieder an den Schiris rum. Playoffunwürdig, basta. Bern hat 2 Spiele nur wegen dem Schiri gewonnen, MIMIMIMI. Gäääääähn. Also, beenden wir morgen die Arbeitswoche und geben am Samstag die sportliche Antwort auf die Niederlage. Es ist mir egal, wenn ich dann wieder lesen muss „MIMIMIMIMI“. Wir kennen es ja vom letzten Jahr. Gestoppt hat es uns eh nicht. Was wir aber unbedingt brauchen: Der Playoff-Gang hat irgendein Getriebeproblem wie alben beim Nigel Mansell wenn er den Motor überdreht hat. Irgendwer muss das reparieren. Sofort. Bitte SCB: Lass es die schlechteste Partie in den diejährigen Playoffs gewesen sein.

Playoff VF 2: EHC Biel – SC Bern 0:3

Ich habe es doch geschrieben: wir wollen das Break unbedingt. Warum ich das wusste? Weil ich früher ein begnadeter Tennisspieler war. Ich spielte mal ein Turnier am Uferweg in Burgdorf. Unterlage: Beton. Ich spielte gegen Mauerhofer Fritz, der war die Nummer 1 des Quartiers. Ich brachte meinen Aufschlag durch und führte. Dann spielte er an. Ich wollte das Break. Und ich schaffte das Break wegen 4 Doppelfehler von Mauerhofer Fritz. Ich führte 2:0. Den Rest spielten wir nicht mehr, da mich meine Mutter zum Abendessen gerufen hatte. Was will uns diese Geschichte sagen? Nichts! Aber unser SC Bern hat heute mit einer sehr soliden Leistung mit 3:0 in Biel gewonnen und halt dieses Break geholt, das wir mit dem Heimvorteil eigentlich gar nicht soooo nötig gehabt hätten. Aber egal, einem geschenkten Gaul schaut man nicht auf den Penis, die Serie steht 2:0 und das ist gut für uns. Bereits in 2 Tagen geht es weiter.

Also, das erste Drittel hätte auf jede Art beginnen können, aber ich hätte es so nicht erwartet wie es dann gekommen ist. Die Piller wollten sicher mit viel Energie drauf laufen, aber wir waren von der ersten Sekunde an gut organisiert und gut gestaffelt. So wollte ich es haben. Hinten dicht und vorne die Nadelstiche setzten. Das passierte dann bereits in der 2. Minute. Rückkehrer Noro lancierte Rückkehrer Deckenfrau, es ergab sich eine 2:1 Situation zusammen mit dem Ehebett. Eigentlich war der Querpass telefoniert und Ebett traf nicht besonders präzise, doch dem Jonas rutschte die Scheibe irgendwie unter dem Füdi durch. Dieses Tor machte unsere breite Brust noch breiter. Bei Biel fehlte mir aber schon etwas der unbändige Wille. Oder sie waren halt ab diesem Gegentor geschockt. Die grossen Chancen konnten die Bieler nicht herausspielen, was auf das Tor kam wurde von Leo gegessen. Mit Hunger. Und immer artig mit danach Maul abwischen. Was mir nicht gefiel an unseren Buben: Wir frassen zuviele Strafen. Das war nicht die beste Idee. Wenn man die Linie des Schiris kennt, müsste man dort dann schon etwas disziplinierter Spielen. Aber das Piller Powerplay funktionierte in etwa so wie unseres: mehr schlecht als recht. Aber egal.

Im zweiten Drittel waren wieder erst ein paar Sekunden gespielt, als Plüsch Ferdu sich hinter dem Tor durchackerte und auf Hirschhierher passte. Der zog sowas von schnell ab. Endlich ein Spieler, der schiesst bevor er geschossen hat. Weltklasse. Jonas hatte schlechte Sicht weil Schweweh ihm auf dem Hals stand, der Schuss zischte zum 2:0 in die Maschen. Nun spürte man, dass das eventuell bereits der Gnadenstoss für Biel sein könnte. Klar, wenn Biel zu Hause spielt darf man sich nie zu sicher fühlen. Wir blieben aber gut organisiert und hielten die Scheibe meistens ganz weit weg von der Gefahrenzone. Hiller und Genoni zeichneten sich noch ein paar Mal aus, mit dieser Führung ging es in das letzte Drittel.

Man wusste, dass das nächste Tor kapitalen Einfluss auf das Spiel haben würde. Entweder versetzte der Anschlusstreffer die Piller in den Playoff-Modus, den ich heute schon etwas vermisst habe, oder wir treffen und dann kann man im Handstand biseln gehen. Ich ärgerte mich ein bisschen, den plötzlich wurden wir viel zu passiv. Ich hasse das, wenn der SCB zu passiv wird. Ich habe schon oft in der Vergangenheit darüber geflucht. Zum Glück kam das Leben zurück in das Team. 10 Minuten vor Schluss schob das Ehebett einen Pass vor das Tor, den ein Piller versenkte dem Hiller. Eigentore gibts nicht im Hockey, also ist das Ehebett heute ein Doppelrumserbumser. Dieses 3:0 war es dann auch.

Also, der Auftritt heute ging viel mehr in Richtung „Playoffhockey“ als noch am Samstag. Leo wie gewohnt stark, die Abwehr meistens auf der Höhe, was für ein geiles Comeback von Noro! Vorne wäre mehr möglich, aber man hat 3 Tore geschossen, ich will nicht leiern. Die Deckenfrau zeigte ja sofort, wie wichtig er für uns ist, kaum wieder im Team und dann gleich der Assist zum Gamewinner. Klasse. Nach wie vor eine Slapsticknummer ist unser Powerplay. Es gab Szenen, da wankte Biel, kriegte eine Strafe, da hätten wir den Sack schon lange zu machen können. Aber egal, 2:0 in der Serie, nur das zählt. Ich sauf mir jetzt leicht einen an, das mache ich immer wenn ich ein Break in den Playoffs erlebe. Prost und bis Donnerstag!