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Aktuelle Sachen und gedankliche Spiele

Genonis Fanghandschuh wird rechtsmedizinisch untersucht

Da sieht man doch, dass der SCB die Niederlage gegen den EV „Tram im Schlamm“ nicht einfach so hinnimmt. Da ich überall in der Stadt meine Spitzel habe, kriegte ich soeben die Info, dass der Fanghandschuh von Leonardo Genoni in die Gerichtsmedizin Bern überführt wurde. Die zuständigen Forensiker sollen dort prüfen, ob mit dem Teil wirklich alles in Ordnung gewesen sei. Ihr wisst ja noch, der Schuss von Liliput Matschbirni hätte Leo sonst eigentlich im Schlaf gefangen. Doch gestern rutschte im die Scheibe ins Tor.

Die ersten Befunde aus der Rechtsmedizin deuten dann auch auf Sabotage hin. Es wurde eine grosse Dosis Salatöl am Fänger gefunden. Das gleiche Salatöl, dass Matschbirni alben baucht, wenn er keine Schmerzen will, wenn der Josh … aber lassen wir das, es lesen ja auch Kinder mit. Aber die Sache stinkt zum Himmel, also die mit dem Fanghandschuh, nicht das wo der Matschbirni sich sonst das Öl hinschmiert. Aber uns egal, wir leben mit dem und kommen nur noch stärker in die Serie.

Zug nutzt einfach jedes Mittel, um dran zubleiben. Mehr haben sie ja trotz dem Sieg gestern nicht erreicht. Auch bei Johann Morant hat der Seelenklempner Miller ganze Arbeit geleistet. Der Johann litt ja sehr darunter, dass ihn nicht mal die eigene Mutter mag, obschon sie ihn bis 21 gestillt hatte. Miller meldete Morant nun auf „Tinder“ an, wer kennt sie nicht die Dating-App für Notgeile. Wochenlang gab es aber keinen „match“ für Morant, so dass der Rüpel immer depressiver wurde. Doch gestern dann das Wunder: Morant hatte unmittelbar vor dem Spiel einen „match“. Er schaute mit zittrigen Fingern nach … und es stimmte! Jemand interessierte sich für Johann! Er weinte vor Freude! Er weinte noch viel mehr, als er sah, dass sich ein Heuballen für ihn interessierte. Wegen der gleichen Frisur und so. Morant schnallte, dass das nur ein Psychotrick von Miller war und haute ihm einen auf die Nuss, deshalb sah man die verwirrenden Bilder vom Psychologen gestern mit zerschlagener Brille.

Morant hat sich inzwischen beruhigt und hat nun eine Beziehung mit dem Heuballen. Beim Küssen fühle es sich an wie wenn er seine Tante küssen würde, es steche ähnlich.

Aber wir dürfen uns nicht aus der Ruhe bringen lassen. Nichts ist gestern passiert, ausser das wir nicht gut gespielt haben. Die Psychospiele der Zuger werden bald zu Ende sein. Wir brauchen eine Steigerung, klar, vor allem der Sturm sollte mehr Gas geben können. Zug unter Druck ist wie Johann mit Magen/Darmgrippe: irgendwann hängen die Unterhosen bis in die Kniekehle.

Ich bin nun noch überzeugter, dass wir Meister werden. So ein Spiel wie gestern wäre für ein labiles Balettteam schwer zum Verdauen. Aber wir sind Berner Gopfertamminomau!!! Es gab schon viel bitterere Niederlagen in den Playoffs. Im schlimmsten Fall ist die Serie jetzt dann unentschieden, im besten Fall holen wir uns die ersten Meisterpucks. Wir haben (noch) nichts zu verlieren, echt jetzt! Also geben wir alles und noch ein bisschen mehr! Und unsere Kurve muss sowas von kompakt hopsen, dann kommt es gut!!

Beide Playoff-Finalisten-Trainer bei Tuni zu Besuch!

Wenn ich rufe, dann kommen sie. Gestern klingelte es an meiner Haustüre, da standen Harold Kreis und Karl Jalonen vor meiner Haustüre. Eine grosse Ehre, ich habe die beiden freundlich empfangen, aber einzeln ins Gespräch genommen, das war hochinteressant.

Zuerst redete ich mit Harold Kreis. Das Gespräch verlief eher schleppend. Ich wollte ihn etwas aus der Reserve locken und fragte ihn, wie er sich denn fühle. Hat doch die Stadt Zug einen Kreisvortritt offiziell in „Harold-Kreis-Vortritt“ unbenannt. Erst zwei Mitgliedern des EV Zug kommt diese Ehre zuteil. Eben jetzt dem Harold, vor einem Monat wurde ein Feldweg, wo die meisten Zuger Einwohner ihre Hunde kacken lassen, in Johann-Morant-Allee getauft. Harold überlegte lange und hat mir bis heute keine Antwort gegeben. Dann fragte ich ihn, was er machen würde, wenn er in der Küche steht, und er bemerkt, dass ein Bier jetzt gleich auf den Küchenboden fallen wird. Er überlegte gut 3 Stunden und sagte dann „ich würde zu weinen beginnen“. OK. Alles klar. Tschüss Harold! Er schlurfte ins Treppenhaus.

Karl war etwas spontaner. Ganz zuerst schnappte er sich mein Meisterwerk „111 Gründe, den SC Bern zu lieben“ und signierte das Teil (s. Foto). Mal angenommen, der SCB wird Meister, wie wertvoll ist dieses Buch dann geworden? Karl war sehr spontan und beantwortete meine Fragen oft schon, bevor ich sie überhaupt gestellt hatte. Ich riskierte es und fragte ihn ebenfalls die hochstehende Frage mit der Küche und dem Bier, das runterfallen wird. Nun, Karl antwortete so, dass er sofort ein Kissen auf den Boden legen würde, daneben noch eins, damit die drohende Gefahr abgefedert wird. Und Ville die Tonne müsste daneben liegen und das springende Bier auffangen. OK. Geniale Taktik wie auf dem Eis! Und ich bohrte weiter, „was wenn die Flasche trotzdem kaputt ginge?“. Karl schaute mich an und sagte „dann kaufe ich eine neue Wohnung!“. So liebe ich es eben. Ich verabschiedete mich nun ebenfalls vom Finnen. Er ging gut gelaunt ins Treppenhaus, wo er noch den Harold überholte, der scheinbar seit einer Stunde mit einer Treppenstufe ein Gespräch führte.

Also keine Panik EV Zug, wenn der Harold heute im Training fehlt, er ist unterwegs und wird sicher im Verlauf dieser Woche in Zug eintreffen. Ich habe ihm zur Vorsicht noch einen Zettel auf den Rücken geklebt „Bitte in Zug abliefern“. Falls er im Bahnhof Bern einschläft. Die SBB und der EV Zug haben das Heu ja nicht mehr auf der gleichen Bühne. Der EV Zug ist sauer auf die SCB. Erst lassen sie Züge entgleisen, nun singen die gegnerischen Fans natürlich immer dieses „Zug entgleist“-Lied. Dann sagt die SBB auch noch, dass sie neue Weiche brauchen, und bieten dafür Morant auf, weil er so weich sei. Egal, morgen geben wir wieder Vollgas!

Warum eine Prognose für den Final sooooo schwierig ist

Gestern ist es schon wieder passiert: Ich sitze entspannt vor dem TV, Telebärn, da tobe ich plötzlich ab „was ist denn das für ein Affe“, die Familie beruhigt mich uns sagt „das bist doch Du …“. Ups. Egal. Man sieht sich nicht gerne selber im TV, ich war empört und sagte „Gott, wie Scheisse sehe ich eigentlich aus, ein Profil wie ein Nasenbär“. Ich erwartete nun, dass die Familie sagt „Ach komm, Du siehst gut aus“. Doch die Antwort „Du siehst immer so aus“ war nicht förderlich für mein Selbstvertrauen. Aber davon habe ich ja sonst genug. Alles im Lot also.

Nun steht das Finale vor der Tür. Prognosen abzugeben, ist echt sinnlos. Man kann nur Hoffnungen abgeben, die man als „Prognose“ verkauft. Es bringt auch nicht viel, denn die Geschichte der Playoffs ist unberechenbar. Was ich aber schon jetzt sagen kann: Die Tasse (s. Bild) wird in Bern nicht ein einziges Mal verkauft werden. Ist klar, wer will schon den Namen eines Bolzenschneiders auf Kufen vor seinem Gesicht haben?

Für mich gibt es KEINEN Grund, warum wir das Finale nicht gewinnen sollten. Wichtig wird sein, dass wir in diesem Artikel das letzte Mal über Johann geredet haben. Er will den Gegner aus dem Konzept bringen, das darf ihm nicht gelingen, also ignorieren wir den Rummelplatz-Boxer einfach. Wir ziehen Neinonens Plan durch, mir ist es egal ob das wenig Spektakel verspricht oder nicht, am Schluss wollen wir einfach die 4 Spiele gewonnen haben. Auch wegen Plüsch Ferdu, der heute gleichalt geworden ist wie ich. Was wäre das für ein krönender Abschluss seiner Karriere beim SCB!

Falls der Johann sich schlecht aufführt, haben wir ja noch unsere Trüffelnacht. Er wird dann den Johann sicher fragen, wie es seiner Familie geht (obschon das scheinbar nur Reagenzgläser sind). Wir werden für alles vom EV Tram eine Antwort bereit haben.

Bald gehts los, ich habe jetzt schon Krabben im Bauch (Schmetterlinge kann ich nicht sagen, das kitzelt, aber jetzt ist dieses herrlich nervös-klemmende Gefühl da!). Und ich muss nervös sein vor einer Serie, sonst kommt es nicht gut! Auch hier: alles im Grünen!

Selbstverständlich wird heute Abend das unheimliche Orakel zu diesem Finale exklusiv hier erscheinen. Wir wollen ja die Traditionen nicht vernachlässigen! Selbstverständlich wird es NICHT etwas mit „Zug entgleist“ zu tun haben, das liest man jetzt überall, ist auch gut, aber Hardboiled kommt immer mit eigenen Ideen zu Euch!

Lugano ist ausgeschieden – und ich bin schuld! Aber ist egal.

Also, dann haben wir einfach das Finale erreicht. Nach Biel haben wir nun auch Lugano mit 4:1 gefressen. Für das Spektakel waren wir in beiden Serien nicht zuständig. Aber wir liefen mit der perfekten Taktik von Karl Neinonen auf und stehen im Finale. Kritisieren kann man vieles. Aber wir haben gestern ja deutlich gesehen, was passieren kann, wenn wir die neutrale Zone nicht abschotten und offensive Läufe starten wollen. Unser Fundament ist nun mal die Weltklasse im Tor dank Leo und ein „ersticken“ des Gegners. Lugano konnte selten den offensiven Wirbel starten. Schussendlich haben wir alles richtig gemacht und die Serie beendet. Kult! Lugagel wird der nächste Klub sein, der sich aus den Playoffs zurückziehen wird, wenn wir ebenfalls drin sind. Was haben wir die Tessiner in den Playoffs schon abgewatscht … unglaublich. Spielerisch waren sie wohl besser als wir, aber das interessiert nicht mal die Blattlaus in meinem Garten, die gerade einen Marienkäfer bumst. Mistviech elendes.

Eigentlich war es fast unglaublich, wie wir die Rückstande immer wieder ausglichen. Das Penaltyschiessen war Dramatik pur gestern. Der Brunner, der so gut ist, dass er als Zug ein Güterzug wäre, weil er so gut ist, brachte Lugano in Front. Mir war aufgefallen, dass der Merkellecktiltis sein Handy auf dem Netzdach hatte und dort scheinbar, getarnt als ob er an seiner Grappaflasche nuckeln würde, auch regelmässig Facebook-Meldungen las, ob ihn denn auch ganz viele Leute Weltklasse finden. Das war meine Chance. Da ich die Telefonnummer sämtlicher Eishockeyspieler der Schweiz in meinen Kontakten habe, sah ich da eine Möglichkeit. Bei den ersten 3 Penaltys war ich noch fair, doch als dann Krüeger sich bereit machte, schrieb ich dem lettischen Letten eine SMS: „Elvis, wenn der Bolzen, der jetzt auf Dich zuläuft, mit dem Stock aufs Eis klopft, bedeutet das: ich schiesse mitten aufs Tor. Beweg Dich einfach nicht.“. Schwupps, das Ding war geschickt, Merkellecktiltis griff kurz vor dem Penalty zum Handy … OK, ich hatte danach ein etwas schlechtes Gewissen.

Dann kam Arco, ich entschuldigte mich bei Elvis, „Sorry wegen vori Du Schnorri, bei Arco musst Du einfach Deine Beine zusammenhalten wie alben wenn Du mit Lapierre per Zufall unter der Dusche stehst. Er schiesst immer zwischen den Beinen durch“. OK, Arco knallte ins Lattenkreuz, komisch war nur, dass Elvis kaum reagierte. Mein SMS halt. Aber egal, Lugano wirkte müde, wir sind finalgeil ohne Ende, also ist es besser wenn wir um den Titel spielen dürfen.

Die Heimfahrt der Lugagler war dann scheinbar ein voller Erfolg. Party pur, auch die Panne im Grauholz konnte die Stimmung nicht brechen. Zwar sind sie ausgeschieden, aber sie „nonmollarenmai“ halt gegen uns immer. Probleme gab es nur mit Lapierre, der den Chauffeur K.O. schlug, weil der ihn gefragt hatte, wie es seiner Familie geht. Danach hatte Greg Eierland aber genug. Die Eigentorpfeifen mussten vor dem Gotthard aussteigen, Lapierre ebenfalls, und Brunner hatte man in Bern extra vergessen, weil er so gut war, dass er sogar Bern besser gemacht hatte. Stand ja nur allen Toren von uns auf dem Eis. Uha uha uha.

Damit die Lugano-Fans trotz dem erneuten Ablutschen gegen uns einigermassen gute Laune haben, habe ich hier ein Lied für den Südtessin gefunden, das die Stimmung sicher auf den IQ von Tischbombe Lapierre bringt: Lugano-Party, hier klicken!