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Aktuelle Sachen und gedankliche Spiele

Müllhalde Resega machts vor – Abfall kann auch Spass machen!

Die Routiniers unter uns kennen die Situation in der Resega zu Lugano. Bei jedem Entscheid gegen Lugagel fliegen tonnenweise Gegenstände auf die Eisfläche. Ich finde das grossartig. Denn gestern hatte ich 2 mal den Eindruck, dass diese zusätzlichen Eisreinigungen für uns gerade im rechten Moment gekommen waren. Tief Luft holen konnte man und frisch und munter danach weiterspielen. Das Phänomen ist eigentlich, dass das so beliebte Müllschmeissen in Lugano seit Jahren vom Verband einfach so hingenommen wird. Fliegt bei einem kleinen Verein ein halbes Konfetti aufs Eis, werden drakonische Strafen angedroht, Platzsperre zum Beispiel, oder ein Spiel im Jersey vom HC Fribourg-Gottéron spielen müssen, brutal. In Lugagel aber ticken die Uhren scheinbar anders. „Man kann es halt nicht verhindern“ sind die viel gehörten Sätze. „Das ist südländisches Temperament“ wird einem mit einem Lächeln erklärt, währenddem Frau Mantagazza daneben steht und dem Funktionär auf den Schritt schielt.

Man könnte es schon verhindern. Ist den vom Verband noch niemanden aufgefallen, dass die Zuschauer in der Resega fast alle mit einem 35-Liter-Kehrichtsack (gefüllt) ans Spiel kommen? Das ist auch der Grund, dass die Halle nicht mal in einem Halbfinal ausverkauft melden kann. Die Kehrichtsäcke nehmen zuviel Platz weg. Da in Lugano sehr viele Leute leben, die den Zahltag brauchen, damit das Konto nicht mehr auf Minus steht, können sich nicht alle Ugah-Ugah’s die Kehrichtgebühren leisten. Was liegt da näher, als den ganzen Scheiss am Hockeyspiel zu entsorgen? Gratis! Ohne Gefahr, dass man aus dem Stadion verbannt wird! Eigentlich eine wirtschaftlich vernünftige Lösung!

Der HC Lugano unterstützt das Recycling, einfach nur runterschmeissen darf man im Fall nicht. Hat man Teile aus Metal, muss das in die neutrale Zone geworfen werden. Lebensmittel auf die linke Seite, Damenbinden und Vibratoren auf die rechte Seite. Das ist Fortschritt! Der Müll wird dann eingesammelt und nach Möglichkeit neu aufbereitet. So konnte man die Cuva Nord aus Monatsbinden-Pappe bauen. Was übrig bleibt, wird dann umweltbewusst in den See geschüttet. Grosses Kino.

Allerdings bleiben immer weniger Abfälle übrig. Nicht weil Lugagel mehr recycelt als früher, nein nein, Maxime Lapierre wurde schon mehrmals beim Naschen erwischt. Denn alle wissen: Lapierre ist nicht Lapierre, wenn er hungrig ist. Das war gestern deutlich zu sehen, als der härteste aller harten Härter, der so hart ist dass die Härte daneben weich aussieht, von unserem Manndli Lasch relativ grob gecheckt wurde. Lapierre war traurig, Trainer Eierland schickte sofort jemanden auf die Mülldeponie vor dem Stadion. Nur Sekunden später kaute der Maxime zufrieden auf einer alten Monatsbinde herum und war dann wieder der ganz harte Mann.

Liebe Berner, ärgert Euch nicht über die Zustände in der Resega, das war schon immer so, es ist jetzt so und es wird auch immer so bleiben. Uns nützen die Gratis-Timeouts ja eigentlich. Trotzdem: volle Kraft voraus, so dass wir nur noch einmal in der Resega spielen müssen!

EILMELDUNG – Sah eine Trickfilmserie bereits 1972 das Elend in Lugano voraus?

Wie ihr wisst, nennen mich auch viele Leute „Tuni Medium“. Nicht weil ich nur halb durchgebraten bin, sondern weil ich erstaunliche esoterische Fähigkeiten habe. So kann ich zum Beispiel mit bewusstlosen Menschen reden, wie ich es ja bei Harold Kreis eindrücklich bewiesen habe. Aber weil ich so sensible Fühler habe, fallen mir natürlich auch gewisse Dinge auf. Als ich jetzt gerade ein bisschen an meiner Kindheit rum studiert habe, schoss es wie ein Blitz durch meinen Schädel. Der Grund: ich befasste mich mit meiner Lieblingstrickfilmserie „Wicky und die starken Männer“. Ihr kennt die Serie sicher noch. *sing* „Hey hey Wicky, die Wikinger, sind hart am Winde dran“ *end of sing*. Die Zeichentrick-Serie wurde 1972 auf dem ZDF ausgestrahlt. Eigentlich ein total banales Ereignis. Wären da nicht die Hauptdarsteller!

Wicky oder Vicky? Der Hauptdarsteller (links im Bild) war schwach, nicht mutig und nervte nach 12 Sekunden bereits ohnmächtig. Vor allem wusste man lange nicht, ob es ein Bube oder ein Mädchen sein soll! Na? Na? Na? Fällt der Groschen? Wicky oder Vicky? Haben die Trickfilmzeichner da schon in die Zukunft geblickt und Frau Schwanzberg karikiert? Sie fuhren auch dauernd auf einem Schiff, was ja zu dem Tümpel vor Lugano passen würde.

Endgültig nicht mehr an einen Zufall glauben konnte ich, als ich den zweiten Hauptdarsteller (rechts im Bild) vor mir sah. Ein Mann mit einem sehr ungepflegten roten Bart … es kann sich nur um Linus Klasen handeln!!! Dagegen ist ja Nostradamus ein Clown! Was habe ich da wieder aufgedeckt? Leider waren die Zeichentrickkünstler zu keiner Stellungsnahme bereit, da sie scheinbar bereits auf dem Weg nach Bern sind und dauernd das doofe „Non mollare mai“ singen.

Wie um alles in der Welt konnte 1972 unser Finalgegner von 2017 schon so exakt dargestellt werden? Übrigens kam noch eine Figur in dieser Serie vor, die nun aus Fleisch und Blut auf dem Eis umherbolzt: Sven der Schreckliche, ein Ebenbild von Maxime Lapierre. Sven war nicht der Hellste, hm, die Parallelen sind fast nicht mehr mit natürlichen Argumenten zu erklären.

Uns kann dieses fast unglaubliche Phänomen aber nicht beeindrucken. Die Serie lief lange, wurde langweilig und man klatschte begeistert, als die doof dargestellten Wikinger endlich den Bildschirm freimachten. Das erlebt Lugano ja jedes Jahr auch. Ich habe bewusst nicht noch mehr gegrübelt, denn auch bei der Trickfilmserie „Biene Maja“ fand ich erstaunlich viele gemeinsame Sachen mit dem HC Lugagel. So die Klubfarben. Und die Heuschrecke „Flip“ bewegt sich ungefähr so, wie Vauclair Schlittschuh fährt.

Die Moral von der Geschichte ist klar: Wir spielen heute Action-Krimi-Thriller-Forensik-CSI-Hockey, während Lugagel wie Wicky umherhoppelt. So gehts ab! Ihr werdet es sehen!

Hardboiled SCB’s wissenschaftlicher Blick aufs Halbfinale

Bevor ich richtig loslege, habe ich noch eine kleine Randnotiz, die Euch zeigen soll, wie grossartig unser CEO den Humor von „Hardboiled SCB“ aufnimmt. Ihr habt alle das Orakel gesehen, wo ich mit Büstenhalter und Slip den SCB-Sieg in der Serie für den SCB vorhersage. Heute erreicht mich eine Meldung unserers CEO’s: „Du musst noch meine Unterhosen zurückschicken“. Absolut Klasse, das ist auch ein Grund, warum ich diesen Verein so abgöttisch liebe! Grosses Kino! Danke Marc!

Hardboiled SCB bietet Euch die einmalige Gelegenheit, unseren Halbfinal Gegner HC Lugagel (amtlich: Lugano) so richtig kennen zulernen. Erst schauen wir in die allgemeine Geschichte, danach auf das Eishockey. Wer gut aufpasst, wird also heute Abend mit einem Bildungsvorsprung am ersten Halbfinalspiel in der hoffentlich krachendvollen PosterBrillant Arena stehen. Bildung ist wichtig, da nickt auch Maxime Lapierre eifrig mit seinem Popo.

Also, Lugano wurde scheinbar von den Lepontier gegründet. Die Typen handelten mit dem Norden und Süden. Irgendwann kam dann ihr Anführer, der Windgang (alte Form von Wolfgang) Ristotto (er erfand später auch das Risotto) auf die Idee, an dem See eine Stadt zu errichten. Bereits im 9. Jahrhundert wird Lugano erstmals in Schriften erwähnt. Damals hiess die Stadt aber noch nicht „Lugano“, sondern „Dattelaffenbrotbaumno“. Dieser Name war aber zu kompliziert und man wurde neidisch, weil Ambri einfach nur Ambri hiess. Also suchte man nach einem poppigeren Namen.

Via „Lutschano“ über „Lugagel“ hiess dann die Stadt ab 1803 offiziell Lugano. Das war dann auch der Moment, als Lugano offiziell zum Tessin beigetreten ist. Vorher wollte sie niemand, Italien kriegte Schreikämpfe ab dem Ort, die Schweiz ebenfalls. Erst als sie einen poppigen Namen hatten, gehörten sie so richtig dazu.

Den Eishockeyverein kennt jeder von uns. Ab heute Abend wird es ein erneutes gnadenloses Duell geben, wie so oft in der Vergangenheit. Interessant ist, dass der SCB 27 Playoffspiele gegen die Südost-Tessiner gewonnen hat, sie hingegen nur deren 16 gegen uns. Aber Statistiken sind für nichts zu gebrauchen. Es ist eine neue Serie und die Karten werden neu verteilt.

Lugano hat gegen den Z bewiesen, dass man die Playoffs aber so richtig ernst nimmt. Es war beeindruckend, wie Lugagel sich in die Schüsse stürzte und den ZSC so blockierte. Klar, ein paar Blockversuche waren nicht absichtlich, sondern geschahen weil der Forechecker auf die Schnauze fiel, aber egal. Geblockt ist geblockt. Der ZSC spielte aber nicht das Hockey, das die Tessiner entnervt. Aber der neue Trainer von Lugano, der Greg Eierland oder so, hat da gute Arbeit geleistet. Also nehmen wir den Sieg gegen den eigentlich höher dotierten ZSC zur Kenntnis, erstarren aber nicht in Ehrfurcht.

Ein Hardboiled-Leser hat mich darauf aufmerksam gemacht, wo es bei uns im Moment (neben Powerplay, Angriffsauslösung etc.) noch harzt. Letzte Saison liefen bei uns alle 4 Linien konsequent über das Spielfeld. Nach der Serie gegen Biel, sieht man aber ein anderes Bild. Betrachten wir mal die Eiszeiten von ein paar Spielern (Stürmer):

– Arcobello 23.4 Minuten pro Spiel auf dem Eis
– Ebbett 20,6 Minuten pro Spiel auf dem Eis

Der Rest pendelte sich irgendwo darunter ein. Aber Achtung, das gibt zu denken:

– Alain Berger 8,2 Minuten pro Spiel auf dem Eis
– Marco Müller 7 Minuten pro Spiel auf dem Eis
– Randegger 6,4 Minuten pro Spiel auf dem Eis

Das will heissen, dass wir eigentlich mit 3 Linien gespielt haben. Das funktioniert gegen Lugano aber wohl nicht. Also müssen die Jungs der Vierten einen Zacken zulegen, sich aufdrängen, aber auch Karl Neinonen muss die Kräfte besser verteilen. So richtig Druck machen kann man nur, wenn 4 Linien gemeinsam Power geben. So wie letzte Saison. Sonst befürchte ich, dass die Batterien der Schlüsselspieler zu schnell leer sein werden. Entgegen kommt uns natürlich das Publikum in Lugagel, die nach jedem Schiri-Entscheid alles aufs Eis knallen, was sie finden (auch Schwiegermütter lagen schon da unten). Oft gibt es nach der zusätzlichen Eisreinigung gleich wieder eine Eisreinigung, weil sie die letzte Eisreinigung nicht gut fanden und wieder Zeugs runterschmeissen. Das kann dem Gegner ideale „Gratis-Timeouts“ geben.

Also, schauen wir dem Spektakel heute zu, ich bin gespannt auf diese Serie ohne Ende!

Das Halbfinal-Orakel ist da – es war gefährlich zum Produzieren!

Das Halbfinal-Orakel ist da – es war gefährlich zum Produzieren!

Ja, selbstverständlich folgt sehr pünktlich das neue Orakel für die Halbfinalserie gegen Lugagel. Ich habe keine Kosten und Mühen gescheut, wie immer, ich bin froh dass beide CEO’s (Frau Schwanzberg und Marc Lüthi) mitgemacht haben und mir die benötigten Utensilien zugeschickt haben. Ihr werdet im Video sehen, dass es mir unmöglich war, auch nur 1 Prozent zu bescheissen.

Die Spannung in meiner Wohnung war gross, fast 1’200 Zuschauer waren anwesend. Ein weiteres Zeichen, dass die Orakel von Hardboiled SCB sehr bekannt geworden sind.

Schaut Euch das Teil an, ich verrate nicht, wie das hochdramatische Orakel ausgeht. Für Spannung ist also gesorgt.

Viel Vergnügen!

Blick nach vorn: Halbfinale gegen Lugagel mit dem ultraharten Lapierre!

Seit gestern Abend ist es klar: im Halbfinale kommt es zur Neuauflage des Finals der letzten Saison. Lugagel kegelte die Züzis raus, was mich dann doch überraschte. Allerdings nicht mehr, als ich mir das Spiel gestern rein zog. Zürich hat ein begnadet talentiertes Team … aber das war kein Playoff-Hockey der Mannen mit dem Löwen auf der Brust. Immer und immer wieder wurde der Albert-Einstein-Gedenkpass gesucht, anstatt mit Schaum vor der Schnauze das Tor von Lugagel unter Dauerdruck zu setzten. Dass der Merkel ihr Iltis ein guter Torhüter ist, hat er ja schon in der letzten Saison bewiesen. Zürich war nahe dran und trotzdem weit weg vom Spiel 7. Aber egal, unser Fokus liegt jetzt auf dem nächsten Dienstag.

Lugano wird wohl noch eine Weile auf Miss Schweiz (Insider nennen ihn Brunner) verzichten müssen. Seine Haarwurzelentzündung am Oberschenkel tut immer noch stark weh, so dass ein Einsatz unmöglich ist. Aber Auflaufen wird natürlich der härteste Mann der harten Männer, Maxli Lapierre. Der ist so hart, ich finde kein Worte. Etwas beliebter ist er in der Zwischenzeit in der eigenen Mannschaft schon geworden der Lapierre. Er lud zu einem Grillabend ein in seinem Haus, die gesamte erste Mannschaft, und siehe da: Eine Person erschien, es war Alessandro Käsa. Die beiden IQ-Zwillinge verbindet eine tiefe Freundschaft, seit sie festgestellt haben, dass sie ein gemeinsames Hobby haben: Sprengstofffischen im Lago Maggi. Ursprünglich fischte Lapierre mit Dynamit im heimischen Aquarium, das nervte seine Nachbarn, Käsa hat ihm dann den See gezeigt und vorgeschlagen, dass sie ja da zusammen fischen könnten. Es kommt immer zusammen, was zusammengehört!

Also, was haben wir zu erwarten ab dem kommenden Dienstag? Nun, ganz sicher wieder viele Tränen, auch wenn die Miss Schweiz noch nicht mitspielt. Bei ihm musste man ja schon immer Angst haben, dass er schon bei der Begrüssung der Mannschaften wie vom Blitz getroffen zu Boden fallen würde. Aber seine Arbeit trägt fürs Team Früchte, denn auch Dario Bürgler (der Sohn des Skifahrers, der immer so toll in die Hocke ging so dass man, von Hinten gefilmt, immer an Eiersalat gedacht hat) zeigt wunderschöne Einlagen „sterbender Schwan, warum sind Deine Federn so schwarz, hat Dich Lapierre angehaucht?“.

Rein vom Spielerischen her, ist unsere Marschroute klar: Wir müssen verhindern, dass sie ungestört spielen können. Lugano hat Klasse und die Technik, um Fehler sofort auszunützen. Es braucht von uns eigentlich ein bisschen das Gegenteil von den Spielen gegen Pill: Hautenge Deckung, die Zweikämpfe ohne Kompromisse gewinnen und viel Druck auf ihr Tor machen. Konstant, nicht wie ein Prostata-Bisi.

Stefan Ulmer sprach gestern von der „grossen Revanche gegen den SC Bern“. Nun, das ist aus ihrer Sicht richtig. Ich möchte dem Stefan Ulmer aber noch was motivierendes sagen: Weisst Du noch, lieber Stefan, als Du in Spiel 5 damals in der Resega, bei numerischer Überzahl den Puck gegen Derek König Roy verloren hast und so quasi die Meisterschaft entschieden hast? Kannst Du noch schlafen? Oder bist Du noch in Behandlung? Weisst Du noch, wie Roy den Puck mit einem Zwick dem Merkel ihr Iltis über den Fänger in den Angel gesetzt hat? Hörst Du noch immer das markante Geräusch, als der Puck das Netz berührte? Uha uha uha. Schwamm drüber, dieses Jahr passiert es Dir gegen Arco dem Bello.

Schauen wir positiv in die Zukunft. Für Spektakel wird gesorgt sein, sowohl auf dem Eis wie auch neben dem Eis. GO HARD SCB!