SC Bern – HC Ambri-Piotta 2:0

Wenn man gegen Ambripiöttel einen guten Leo braucht, um unbeschadet aus dem Spiel zu kommen, sagt das doch schon ein bischen was über das Spiel aus. Ambri war unangenehm, hartnäckig und störte unser Spiel nahezu perfekt. Und hinten, ich hoffe ihm wächst jetzt kein Hals wegen meinem Lob, spielte Gonzo eine gute Partie und verhinderte mit guten Paraden ein paar Treffer, die uns vielleicht etwas anders hätten auftreten lassen. Zum Glück konnte Schwerweh eine Doppelpack schreiben, alle anderen Stürmer versemmelten 60 Minuten lang alles.

Das Spiel beginnt und ich registriere, dass die Temperatur sich langsam nach unten bewegt. Das Bier in den Klauen fror schon fast an. Erwärmen konnte man sich am Spiel allerdings nicht. Ambri forcheckte wie sturme Brämen, und wir bekundeten unsere Mühe. Fast wie das erste Drittel gegen die Hutzenbröhne. Fast alles bei uns beruhte auf „Augen zu und der Pass kommt vielleicht an“. Das war von Hinten heraus nicht gut. Dann kamen auch noch ein paar Schnitzer dazu, aber eben, Leo ist Leo. Schlussendlich war ich leicht froh, dass ich in der Pause einen gretteln gehen konnte. Das 0:0 war wohl das Maximum an Hochgefühlen.

Im zweiten Drittel, dann das grosse aber feine Unterschiedchen zu Trottelfon, ging es gleich weiter. Kein Nachlassen von Ambri oder dem Halsi im Tor. Erst als ein 5er-Block der Leventiner wohl eine Pizza Diabolo in den Unterhosen hatten (Kohlenhügel, ex-Berner, erinnerte sich wohl an die tollen Abende mit Schwerweh) konnte Schweweh alleine vor Conz uns in Führung dribbeln. Immerhin. Die Ambriotten reagierten aber für die letzten 13 Minuten des Drittels recht imposant. Wir liessen uns zeitweise einschnüren wie Bondage-Sklaven im Studio „Peitschen-Po“. Es gelangen keine Konter, so war ich erneut froh, dass das Drittel durch war.

Im letzten Drittel zitterte ich bis zur 52. Minute, ehe wieder Schwerweh nach einem schuldlosen Abpraller von Conz das 2:0 ins fast leere Tor semmelte. Das war es nun, auch wenn Ambri nie aufgab, aber gegen einen Leo in 8 Minuten 3 Tore schiessen … naja. Eine kleine Resignation konnte man sehen, weil er einfach wieder mal alles hielt. Das erste Mal hatte ich übrigens nach dem Spiel Recht betreffend „Das schönste Tor des Abends erzielte …“ uha uha uha, war extrem schwer.

Also, 2 Spiele und reines Punktekonto, das ist das, was zu erwarten war nach Heimspielen gegen Trottelfon und Ambrosia. Aber man muss es auch erst erreichen. Positiv ist, dass wir erst ein Gegentor erhalten haben, Leo sei dank. Steigerungspotential ist noch fast überall, aber die Saison ist noch sehr jung. Am Freitag gegen Genf wird es dann aber wohl eine Spur schwieriger werden. Der grosses Vorteil von uns: Das Team bleibt ruhig, auch wenn es nicht läuft, und irgendwie wissen sie, dass sie es irgendwie doch noch holen.

Furzkopf der Woche – Nach 2 Runden am resignieren

Ja, ich kümmere mich zur Ausnahme mal intensiv um Gottéron, den Verein westlich von uns, der noch nicht mal einen Aschenbecher gewonnen hat. Ihr habt die Geschichte mitgekriegt. Da wurde mal Genf vom Eis gehobelt, nur ein Gegentreffer, die Brust war gut. Dann der Auftritt bei uns, dem Serienmeister. Unglaublich wie mutlos die Hutzenbröhne auftraten. Und auch die Brust zeigte mehr Warze als Titte. Er sah nicht unbedingt gut aus bei ein paar Toren. Allerdings ist doch jetzt die Panik völlig fehl am Platz. Klar, der mit dem Meister wird auch dieses Jahr nichts werden, aber eine gute Quali sollten sie mit diesem Team schon hinbringen. Aber wenn natütrlich jetzt schon ein Sturm der Panik durch die Stadt fegt, dann wird es auch mit dem nichts. Ich sage noch einmal: Das Problem ist mental. Zu schnell ist man Dorfkönig. Nehmen wir den Playoff-Bomber Rathgeb. Gestern stand er wohl fast bei jedem Gegentor massiv im Schilf. Schüschu zeigte seine Leistung, wie immer eigentlich. Die Brust wird wohl jetzt erkannt haben, warum Berra sofort wieder abgehauen ist.

Sportchef Dubé, der wohl grösste Murksisiech ever, bastelt seit Jahren an einem Team rum und bringt da ehrlich gesagt nicht viel zu stande. Aber diese Saison ist noch lange nicht vorbei. Zudem der Sportchef ja viel Herzblut für Gottéron zeigt. So stellte er letzte Woche einen Antrag beim Verband. Da ihre Vitrinie immer noch leer ist wie Lapierres Hose, fragte Dubé an, ob sie nicht Kaffeebecher in die Vitrinie stellen dürften. Wie orginell und voller Tatendrang ist denn dieser Sportchef??!!! Man sieht es eben auch in der Goaliefrage. Erst ekelt man Conz raus, dann bringt er Berra für 24 Stunden und 11 Minuten nach Furzburg, um am Schluss dann die Brust zu Angeln. Er sei gut in der KHL gewesen. Ja OK, bloss spielte er dort bei den Senioren, wo besoffene Russen-Opas sich aufs Maul geben. Aber egal.

Wir wissen ja auch noch nicht, wie diese Saison sich entwickelt. Der Start war mal gut, darauf lässt sich sicher aufbauen. Aber es wird weiterhin tägliche harte Arbeit brauchen, um alles wieder noch mehr zu perfektionieren. Aber nach 2 Runden darf man weder abweinen noch losjubeln. Einfach arbeiten und bereits jetzt ALLES für einen Sieg geben. Diese Mentalität kann man nicht einfach in den Playoffs plötzlich so haben.

SC Bern – HC Fribourg-Gottéron 6:1

Ja, endlich geht es wieder ab in der Bostpfinanc-Arena. Ausverkaufte Hütte, die Furzburger zu Gast, am Schluss ein doch erwähnenswerter 6:1-Sieg, was will Helga denn noch mehr? Der Auftakt in die Saison 2017/18 mit der Mission Triple oder Tripper ist mal geglückt. Das ist geil. Aber wie gesagt, der Charakter des Teams bleibt bestehen, auch wenn einzelne Spieler gehen.

Der Beginn war allerdings keine Offenbarung. Beide Teams übten sich in der Sportart „wie spiele ich einen Pass so unmöglich, dass der Mitspieler sich eine Leistenzerrung holt, wenn er ihn annehmen wollte“. Offensichtlich war, das die Furzburger ein starkes Forecheching betrieben. Die waren ja noch im Saft vom unsäglichen Spiel gestern gegen die Langweiler aus Genf. Wir zeigten Wirkung, auch weil die Blume fehlte, der mit seinen Pässen oft einen gegnerischen Riegel aufreissen kann. Aber das ist kein Vorwurf, alle Jungs, egal ob älter oder blutjung, kämpften wie die Sau. So wurden halt die Angriffe eher schwerfällig vorgetragen, aber Scheissegal. Die ganz grossen Torchancen fehlten, bis dann der Junghügel eine unübersichtliche Situation zur Führung ausnützen konnte. Timo Titte sah da nicht so gut aus, eher so Hängetittenmässig. Nun kam auch Krötenfon zu Chancen, zu guten Chancen, aber eben, Leo braucht keine Titten, der ist einfach auch so sackstark.

Das zweite Drittel begann da viel besser. Kaum begonnen, da schob unser neuer Capitano einen Tittenabpraller zum 2:0 ins Netz. Das war auch die Zündung zu unserer geilsten Phase im Spiel. Fribourg wankte und wir knallten sie nun weg. Da war mal das Tor von Pyroahlah, der ähnlich wie der Junghügel ein Getümmel vor der Titte cool ausnützte. Das 3:0 brachte Hochstimmung in die ausverkaufte Halle. Für mich dann ein grosses Highlight war der Auftritt vom Häsu nur kurze Zeit später. Herrlich wie er das Laufduell gewann, sich auch nicht vom Stochern irritieren liess und absolut kalt zum 4:0 einschob. Lupenreiner Kurzhänder. Und was für ein erkämpftes Tor! Chapeau! Es folgte dann der Anschlusstreffer (oder sagen wir besser der 100’000 Kilometer entfernte Anschluss-Treffer) durch Schüschu. Powerplay. Querpass. Was für ein Hammer vom Mann, der niemals Meister werden wird. Auch wenn ich Witze mache über ihn, nach wie vor sind seine Direktabnahmen oberste Sahne. Ebenso seine Pässe. Er war einer der wenigen Grottenforz-Stürmer, der irgendwas bewirken wollte).

Das letzte Drittel wurde dann auf eine Art ein Abfeier-Drittel. Wurstburg war irgendwie geschlagen, obschon es noch 20 Minuten dauerte. Wir knallten dem Brust noch zwei Warzen in den BH. Ein Traumtor vom dem Anders sein Sohn und ein erneuter lupenreiner Kurzhänder durch Pabba Ehebett brachten uns Problemlos zum Kantersieg. 6:1 und geil.

Also, mal so nach ein paar Bierchen betrachtet: Die Intensität war typisch für ein Saisonstartspiel. Durch unseren Kampf, durch unser Wadenbeissen und Charakter haben wir uns klar durchgesetzt. Schon sehr enttäuscht war ich von Furzburg. Um in Bern zu gewinnen muss man mit deutlich breiteren Schultern antreten. So lange es knapp war, ging es gerade noch, aber dann liess man das Spiel einfach so fahren, das war schlecht. Das wird auch Manfred Frenchfrites aufgefallen sein. Uns kann es egal sein. Sieg ist Sieg! Yes!

Das mit den Promis war kein Seich im Fall

Ich weiss, viele Leser haben ab dem unheimlich tollen Artikel gestern „Welche Promis unterstützen welchen Klub“ oder so ähnlich gemeint, dass ich wieder den totalen Käse erfunden habe. Die Fribourger haben sich beschwert, dass ich ihnen den Kim Jong Un angehängt habe. Ich sei ein Saubube. Aber, wie immer, bin ich dann auf die Suche gegangen, um Beweise dafür zu finden.

In Nordkorea ist Hardboiled SCB als fast einzige westliche Seite lesbar. Ich habe viele Follower dort. Echt jetzt. Uha. Und einer, der BIN KUNG UN FU DU, hat mir gerade jetzt ein Mail mit einem Video geschickt, das auch die letzten Skeptiker überzeugen wird.

Zu sehen ist Kim Jong Un bei einer ergreifenden Rede. Lasst Euch nicht durch das Berndeutsch irritieren. Er redet im Parlament immer so, da die Muffel eh nicht zu verstehen brauchen, was er genau sagt, da eh keiner den Mut hat, dagegen zu stimmen. Nach der Rede brandet tosender Applaus auf, so dass die Namensänderung als genehmigt gilt.

Und eigentlich muss man als Fribourger ja stolz darauf sein, dass der eigene Verein so weit vertreten ist. Und das total ohne Meistertitel in einem Ferienparadies, Hut ab! Meine Pre-Season Recherchen sind jetzt abgeschlossen, ab Morgen gehts nur noch ums Eishockey, oder fast, ausser wenn mir langweilig ist. Ich freue mich auf die neue Saison ohne Ende!

Erneut ein Steilpass der „Fribourger Nachrichten“ für Hardboiled SCB

Es war ein ganz normaler Morgen heute morgen. Ich sitze ziemlich müde in meinem ÖV-Bus und beobachte die mitfahrenden Leute. Wie immer sehe ich griesgrämige Gringe, weil sie wohl gestern nicht brettern durften. Dann steigt auch noch eine Muddi mit Kind ein. Nach 7 Minuten hat sie sich endlich entschieden, wo und wie sie mit ihrem Wonneproppen sitzen will. Das Kind ist total aufgeweckt und redefreudig, obschon es noch nicht reden kann. Es sagt „Mamma, blioou ga da flgalall!“. Muddi schaut das Kind an und sagt „Ja, die Ampel ist rot“. Oh, eine Kinderversteherin dachte ich. Das Gelabber kann wohl nur die eigene Mutter verstehen. Alles gut, aber nach der 6. Ampel nervt es dann doch gewaltig. Vorallem weil das Kind immer das gleiche lallt, die Muddi aber immer neue Sätze versteht. „Ja, der Mann der da läuft hat kurze Hosen an“ etc. Uha. Nervtötend.

Die Fribourger Nachrichten haben in der gestrigen Ausgabe ein Quiz zum Saisonstart über Trottelfon publiziert. Wäre eigentlich was tolles, aber diese Frage brachte mich zum Lachkrampf (s. Bild). Also nein, wie kann man die Einwohner der ganzen Stadt so kaltblütig zum Weinen bringen? Scheinbar bildeten sich gestern um diverse Container herum Menschentrauben, die sich gegenseitig Trost spendeten und die Abfallbehälter leer gegessen haben. Der ganze Verkehr kam zum erliegen! Die Selbsthilfegruppe „Erfolglos macht auch Spass“ verzehnfachte ihre Mit- und Ohneglieder (wegen Frau Pinkhair).

Man hätte doch gescheiter keine Frage gestellt und einfach Felder zum Ankreuzen gegeben ohne Antwort, das wäre schwieriger gewesen als diese unheimliche Frage. Noch schlimmer ist aber, dass 91 Prozent aller Teilnehmer dieses Antwort falsch angeklickt haben. Ich habe es schnell getestet und die Frage nach Aserbaidschan geschickt, dort waren 100% der Antworten korrekt.

Egal, ich habe mich köstlich amüsiert. Deshalb hier mein Versprechen: Ich sage dem Barry Brust aka Timo Titte erst “ Norbert Nippel“ wenn er dann auch eine sichtbare Warze hat. Hardboiled SCB lacht nicht nur andere Vereine aus, sondern ist exemplarisch fair.

Für alle Gottéronistis, die hier mitlesen: Die richtige Antwort oben ist „NOCH NIE“. Oder für unsere Amis French: „JAMAIS“. Aber egal, was nicht ist wird auch sicher nie werden. Immerhin hat die Zeitung eine gute Portion rabenschwarzen Humor, ist ja auch was.