Beide Playoff-Finalisten-Trainer bei Tuni zu Besuch!

Wenn ich rufe, dann kommen sie. Gestern klingelte es an meiner Haustüre, da standen Harold Kreis und Karl Jalonen vor meiner Haustüre. Eine grosse Ehre, ich habe die beiden freundlich empfangen, aber einzeln ins Gespräch genommen, das war hochinteressant.

Zuerst redete ich mit Harold Kreis. Das Gespräch verlief eher schleppend. Ich wollte ihn etwas aus der Reserve locken und fragte ihn, wie er sich denn fühle. Hat doch die Stadt Zug einen Kreisvortritt offiziell in „Harold-Kreis-Vortritt“ unbenannt. Erst zwei Mitgliedern des EV Zug kommt diese Ehre zuteil. Eben jetzt dem Harold, vor einem Monat wurde ein Feldweg, wo die meisten Zuger Einwohner ihre Hunde kacken lassen, in Johann-Morant-Allee getauft. Harold überlegte lange und hat mir bis heute keine Antwort gegeben. Dann fragte ich ihn, was er machen würde, wenn er in der Küche steht, und er bemerkt, dass ein Bier jetzt gleich auf den Küchenboden fallen wird. Er überlegte gut 3 Stunden und sagte dann „ich würde zu weinen beginnen“. OK. Alles klar. Tschüss Harold! Er schlurfte ins Treppenhaus.

Karl war etwas spontaner. Ganz zuerst schnappte er sich mein Meisterwerk „111 Gründe, den SC Bern zu lieben“ und signierte das Teil (s. Foto). Mal angenommen, der SCB wird Meister, wie wertvoll ist dieses Buch dann geworden? Karl war sehr spontan und beantwortete meine Fragen oft schon, bevor ich sie überhaupt gestellt hatte. Ich riskierte es und fragte ihn ebenfalls die hochstehende Frage mit der Küche und dem Bier, das runterfallen wird. Nun, Karl antwortete so, dass er sofort ein Kissen auf den Boden legen würde, daneben noch eins, damit die drohende Gefahr abgefedert wird. Und Ville die Tonne müsste daneben liegen und das springende Bier auffangen. OK. Geniale Taktik wie auf dem Eis! Und ich bohrte weiter, „was wenn die Flasche trotzdem kaputt ginge?“. Karl schaute mich an und sagte „dann kaufe ich eine neue Wohnung!“. So liebe ich es eben. Ich verabschiedete mich nun ebenfalls vom Finnen. Er ging gut gelaunt ins Treppenhaus, wo er noch den Harold überholte, der scheinbar seit einer Stunde mit einer Treppenstufe ein Gespräch führte.

Also keine Panik EV Zug, wenn der Harold heute im Training fehlt, er ist unterwegs und wird sicher im Verlauf dieser Woche in Zug eintreffen. Ich habe ihm zur Vorsicht noch einen Zettel auf den Rücken geklebt „Bitte in Zug abliefern“. Falls er im Bahnhof Bern einschläft. Die SBB und der EV Zug haben das Heu ja nicht mehr auf der gleichen Bühne. Der EV Zug ist sauer auf die SCB. Erst lassen sie Züge entgleisen, nun singen die gegnerischen Fans natürlich immer dieses „Zug entgleist“-Lied. Dann sagt die SBB auch noch, dass sie neue Weiche brauchen, und bieten dafür Morant auf, weil er so weich sei. Egal, morgen geben wir wieder Vollgas!

Furzkopf der Woche – Die verwirrte Presse

Der Playoff-Final SC Bern – EV Zug hat offenbar dazu geführt, dass die schreibende und filmende Zunft einen totalen geistigen Halbrenner-Modus hervorgerufen hat. Was muss man da nicht alles für Schrott lesen. Sogar SRF blendet beim F1-Training die folgende Einblendung ein (s. Bild). Uha. Also, was ist dann an den Kommentaren, die wir überall lesen müssen: Primär ist es mal der blanke Neid, dass unser Verein auf gutem Weg ist. Alle hätten sich die Hände gerieben, wenn die Serie 2:0 für Zug stehen würde. Weil das nicht passiert ist, werden wir nun als „Langweiler“ betitelt. Wir? Eigentlich meinen sie wohl den EV Zug, er in 2 Spielen noch sehr wenig gezeigt hat.

Also, Spiel 1, ein geiler und sackstarker SCB fegt die Zuger wie ein Bademantel aus dem Stadion. Dann Spiel 2, alle wussten: Zug wird reagiern und anders kommen. Das geschah dann auch. Dank Minigolf -Regeln gerieten wir oft in Unterzahl, und der Lichtbildprojektor Ferien-Diaz schoss den EVZ in Front. Was aber dann passierte, war Klasse. Das Konzept von Karl Neinonen passte wie die Faust aufs Auge. Zug wollte tanzen, aber wir standen ihnen so was auf den Füssen rum, so wie ich alben wenn ich Walzer tanzen sollte mit der Klara Pommelpo. Mit einem perfeketen Konzept erhudelten wir die Zuger in ihrem kurzen Mütchen und drehten das Spiel und führen 2:0 in der Serie!

Wir haben den stärksten Torhüter der Schweiz, wir haben Unti, der sowas von gut ist, allgemein die Abwehr: so verteidigt man einen Meisterkübel. Bidu Gerber hat mehr Schüsse geblockt als ich Bier gesoffen hatte. Das heisst dann was! Und im Sturm schiessen wir dann die Tore, wenn es sie braucht. Alles passt.

Langeweile im Finale? Ja, vielleicht weil der Gegner nicht ganz mithalten kann. Mit dem offensiven Wuschi-huschi-Hockey wird Lugagel ja seit 30 Jahren Serienmeister … Also, wir ziehen es einfach weiter, immer weiter, eine Stadt, ein Team, eine Mission! HIER KOMMT BERN! Die Brust wird stolz ab diesen Phrasen!

Weiter so SCB, langweile die ganze Schweiz, mir geil egal, 17’031 sind regelmässig in Ekstase wegen Dir, das reicht, die Pressetribüne muss nicht mitklatschen. Wer im Finale steht und noch KEIN Auswärtsspiel verloren hat (!) ist von einem anderen Stern! Der Zeit voraus! Go on SCB! Hard! Fast!

Playoff F 2: EV Zug – SC Bern 2:4

Der Capo schreit: „Wozu sind wir bereit?“. Dahinter, 800 Berner in schönen 8-er Reihen, im Chor: „Wir sind im immer bereit zu einem Break. Shake! Shake!“. Dazu schütteln die Adonis-Fans des SCB ihre herrlichen Hintern. Yes Yes Yes, wir haben heute Abend das Break geschafft! Göttlich! Wir sind in den Playoffs 2016/17 auswärts noch unbesiegt. Sagenhaft. Das Break heute ist wichtig, weil Zug doch eine etwas andere Falle machte als am Donnerstag. Mann des Spiels für mich war heute der unter dem Sand lebt. Ein legendärer Ofen  und mindestens 31 Abschlüsse der Zuger in höchster Not verhindert. Der 2:4-Erfolg in der Rosshaar-Arena bringt uns in eine gute Position … nicht mehr und nicht weniger. Besonders gefreut hat es mich heute, dass nach dem geilen Kurmann am Donnerstag heute endlich wieder nach Minigolf-Regeln gepfiffen wurde. So muss es sein! In Spiel 1 darf man fast alles, in Spiel 2 dann nichts mehr. Top. Und erneut hatten wir den besseren Goalie, denn Leo sah beim 2:2 nicht glücklich aus, die Scheibe wurde aber noch abgelenkt, aber der Tobi die Ananas Steiffan überbot sich dann wieder selber, als er das 3:2 selber in die Kiste stüpfte. Uha. Pech. Aber egal.

Also, Zugoslavia kam wirklich besser aufs Eis als am Donnerstag. Gut, das war ja auch nicht besonders schwer, einfach mehr bewegen als ein Bewusstloser hiess das. Wir waren unter Druck, ist auch klar wenn man fast das ganze Drittel in Unterzahl spielen muss. Zu spät hatten die Spieler erkannt, dass eben heute andere Regeln galten als am Donnerstag. Dumm haben wir gefoult. Mit zwei Mann weniger schoss dann die Fotokopie (so sagt man doch den Diaz aus den Ferien, nicht?) die Zuger in Front. Meine Laune senkte sich. Obschon ich wie das Team NIEMALS aufgebe. Wir hatten eine grosse Chance, als der Schweweh in Unterzahl meinen Puls hätte beruhigen können. Aber was soll, nach dem ersten Gegentor gegen Zug ging ich halt mal mit einem Rückstand in die Pause. Mit einer Scheisslaune.

Aber dann kam das zweite Drittel. Und ich hüpfte im Chor. Kann man das? Egal. Wir spielten Powerplay. Ein Laser-Angriff. Unti auf Rüfi, der hart auf unleashed Läsch, ein wunderschöner Ausgleich! Erneut im Powerplay kam dann der grosse Auftritt von Unit. Er lief über das ganze Feld und schoss geil ein. Der Puck war tatsächlich drin. Genoni hätte, wenn er im Zuger Tor gewesen wäre, wohl noch einen Schluck gesoffen und dann die Scheibe locker mit der Stockhand abgewehrt. Aber egal. Tobi die Ananas, ab Morgen überall dort, wo es gute Spiele gibt! Das 2:1 hielt aber nicht lange, da Zug in Überzahl sofort ausglich. Ein Schuss, ein Furz lenkte vor Leo ab, die Scheibe kullerte über die Linie. Egal, sah haltbar aus. War aber schwerer zum Halten, als es wir betrunkene Jungs warhaben wollen! 2:2 nach 40 Minuten, ich hatte bessere Laune, nicht mehr in Rückstand und so …

Im letzten Drittel dann der Hiobs für Zug. Die prächtige Blume semmelte einen gefährlich vor das Tor, total unübersichtlich, erst in Zeitlupe sah man, dass Tobi die unglückliche Ananas Steiffan die Scheibe schlussendlich selber ins Tor gelöffelt hat. Uha uha uha. So geil. Aber keine Schadenfreude jetzt! Ich bitte Euch! Uha uha uha. Tooooooooor!!! Danach war Zug 4 mal sehr nahe am Ausglich, Meine Hoden schrumpften fast auf Kokosnuss-Grösse! Echt jetzt. Sekunden vor Schluss, Zug ohne Goalie, gewannen wir das wichtigste Bully des Abends, und die Mosere schoss aus 60 Metern in den leeren Knarst! Mein Torjubel war so penetrant, dass ich jetzt Rayonverbot in der Innerschweiz habe. Aber ist egal.

Also, Zug hat heute gezeigt, dass die Serie immer noch länger dauern könnte, als wir uns alle erhoffen. Sie waren viel besser als am Donnerstag und haben sich heute ein bisschen selber in die Scheisse gelöffelt. Bei uns ist die Gewissheit da. auch wenn es nicht ganz rund läuft, sind wir immer für einen Sieg gut. Und diese Gewissheit, ist unbezahlbar!

Man sieht sich Dienstag, die Halle muss beben, hudeln, vibrieren! Schlaft gut!

Playoff F 1: SC Bern – EV Zug 5:0

Du, Onkel Maaaaaatin, warum kommt der Matchbericht denn eher spät heute? Bist Du wieder knüllebrülle voll? Nein Du Saubube, das liegt an der 20.15 Uhr Anspielzeit. Zudem hat es gleich vorhin noch an meiner Tür geklingelt. Da standen zwei Zuger. Tobi die Ananas Steiffan und Johnannes Morant gaben sich die Ehre. Ihr Goalie wollte noch Polonaise tanzen, Johann Morant liess sich die Haare brechen bei mir, er kann sie nicht schneiden weil sie so trocken sind. Aber egal. Was für ein Spiel vom SC Bern! Ihr wisst, in den Playoffs hasse ich Gegentore wie Gift, noch viel mehr eine Niederlage. Wie glücklich bin ich jetzt! Ihr könnt es erahnen! Der SCB war heute einfach nur sackstark, das ganze Team, logo stach der Maserati aller Alkbeller heute noch etwas mehr hinaus. 3 Tore in einem Finale, affentittengeil! Und hinten wieder ein Shotout für den Leo, ich klatsche immer noch! Wir waren heute „on fire“, und nicht zu knapp. Zug wusste nicht recht, wie ihnen geschah, aber ist egal. Wir führen in der Serie nach einem Kantersieg. Geil.

Das erste Drittel war sowas von stark von uns. Es war auch Janlonens Taktik, die einfach wieder mal massgeschneidert auf den Gegner gepasst hat. Wir kamen schnörkellos, mit viel Tempo und bolzten im Bitz umher, als gäbe es kein morgen mehr. Klasse! Eine Traumkombination leiteten die Arcobello-Festspielel ein. Was für ein geiler Ofen! Danach rumorte es in der Halle, wir waren heiss und geil. Strafe gegen uns? Kein Problem, wenn man Plüsch Ferdu auch „on fire“ auf dem Eis hat. Ganz grosse Klasse, wie er eine Scheibe nicht aufgab, sich vor das Tor murkste und den schwarzen Kobold dann noch reinhebelte. 2:0 und man war schon etwas beruhigt. Weil auch von Zug fast nichts kam. Kein Aufbäumen – oder sagen wir es so: wir liessen sie nicht aufbäumen, wir sassen ihnen im Genick. Überall störten wir sie und nervten sie, so wie ich es eben mag in den Playoffs.

Etwas nervös war ich vor dem zweiten Drittel trotzdem. Schon oft haben wir in diesem zweiten Drittel uns die Butter vom Brot lecken lassen. Nur leckte Zug heute wie ein alter Ackergaul. Wir hielten das Tempo hoch und überfoderten die Innerschweizer. Nach etwas mehr als einer Minute schlug Arco zum zweiten Mal zu. 3 Minuten später vollendete Justin Maradonna Messi Krüeger eiskalt zum 4:0 – nun war Party angesagt in der Allmend. Zug war geschlagen – nach 25 Minuten … das hätte ich mir nicht träumen lassen. Aber Arco hatte noch nicht genug. Sein dritter Treffer liess das 5:0 auf der Anzeige aufleuchten. Träumte ich? Nein, wir waren in absoluter Playoff-Laune!

Das letzte Drittel war dann noch ein Schaulaufen, Zug versuchte nun härter zu kommen, doch wir wichen dem relativ geschickt aus. Schade, dass wir die Powerplays nicht nutzen konnten. Aber ich will das abgebrochene Haar von Morant jetzt nicht in der Suppe suchen gehen. Es war eine eindrucksolle Leistung unserer Jungs. Wir führen in der Serie!

Aber am Samstag wird ganz sicher ein anderer EV Zug in der heimischen Spiess-Hegglin-Arena auf das Eis kommen. Allerdings werden wir auf alles vorbereitet sein, was sie zaubern wollen. „Hard work“ wird angesagt sein. Heute konnten wir genug tanzen, nun ruft bald wieder die Arbeit. Ich hoffe, dass unser Steigerungslauf am Samstag erneut noch einen Level höher geschaltet werden kann.

Der SCB hat mir heute so eine Freude gemacht, ich bin mir echt am Überlegen, ob ich die Nacht gleich durchfeiern will. Das wäre aber viel zu früh, noch fehlen 3 Siege. Aber so kann es weitergehen! Tagelang! Nächtelang! Drittellang!