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CHL: SC Bern – Växjö Lakers 3:2

Oder, das Problem ist so: Offiziell wurden, wegen den Saisonabis, übre 13’000 Zuschauer angegeben. Im Stadion waren dann aber vielleicht 6’000 – 7’000 Nasen. Na und? Es ist immer noch eine grosse Zahl, verglichen mit den anderen Gurkenvereinen in ihren Gurkenstadions. Was noch dazukommt: Der Wettbewerb CHL ist noch relativ jung und es braucht halt Zeit, bis der Wert dieser Liga erkannt wird. Das ist in Bern halt einfach so. Zudem muss man sich genau achten: Heute in den Zeitungen findet man eher das Sumpfdotterblumen-Spiel Lausanne HC vs. EHC Kloten als eine gute Berichterstattung über die CHL. Wie soll sich das Fussvolk für eine Liga begeistern, wenn die Medien den Wettbewerb quasi ignorieren? Dass im TV Mattscheibe herrscht, wissen wir wegen dem unsäglichen Geleier über die Eishockeyrechte. Dazu kommt ein Gegner, dessen Namen kein Mensch richtig ausprechen kann. Also sind 7’000 effektive Zuschauer mal gar nicht sooooo schlecht.

Das Spiel war dann erfreulich. Weil die Schweden wirklich stark sind. Kleiderschränke, läuferisch stark, Felsen auf Kufen, kampfstark, unglaublicher Druck auf dem Stock. Ich habe mir dann mal so überlegt, wo die in unserer Meisterschaft stehen würden. Ich kam zum Schluss: mal sicher VOR Kloten mit Kevin Abstiegschläpfer. Uha uha uha. Nein, sie sind ein Spitzenteam. Umso erfreulicher, dass wir gut dagegen hielten und 2:0 in Führung gingen. Erneut versemmelten wir dann diesen Vorsprung im letzten Drittel. ABER: Das war kein Verblödeln wie vorher gegen Teams, die so rumstrichen. Nein, der Druck der Schweden war halt manchmal unheimlich hoch. Auch ein Leo in Topform kann nicht alles halten.

Druck machte auch ein Schwede, den ich in der Stadionbeiz traf. Er fand unsren Sommer sexy und sass im ärmellosen T-Shirt da. Auf der Schulter hatte er ein „FF“ tätowiert. Ich fragte scheu, als er gerade eine Pause zwischen den 14 Bieren machte, was das bedeutet. Er antwortete „Fuck Finland“. OK, Nun war mir auch klar, wieso er meine Ferienfotos aus Finnland alle aufgefressen hatte, die ich ihm scheu zeigte. Kein Problem. Seine Verstopfung kann das Hotel heute mit Saugglocke beseitigen.

Geil fand ich, dass wir dann einen Geniestreich zeigen konnten, und die Wachskopf Lakers mit einer Niederlage nach Hause schickten. Der Flug hat scheinbar Verspätung, weil der Fotofresser scheinbar der Pilot ist. Uha. Der Pass von Arko auf Unti war schon sehr Klasse. Ein herrliches Tor!

Somit ist die Ausgangslage klar: Mit einem Unentschieden in Schweden stehen wir im Halbfinale. Krass oder? Wo dann eventuell die ZSC Flyers warten. Für Spannung ist gesorgt, eventuell nehmen die Medien auch Notiz von dieser Ausgangslage.

CHL: EHC Red Bull Mineralwasser München – SC Bern 2:5

Frohe Kunde aus dem Dorf München: Die Weltstadt Bern hat den Heimausrutscher aber so geil korrigiert und mit 5:2 gleich gezeigt, dass man auch mit gelben Shirts gegen München gewinnen kann. Gell BVB? Gut zugeschaut? OK, es war ein geiles Spiel, beide Teams waren unglaublich lange auf absoluter Augenhöhe. München am Anfang mit mehr Schussschwein, die führten 1:0 und 2:1, doch im letzten Drittel zeigten wir dem Hofbräuhaus, wo man idealerweise hinkackt. Mitten ins Tor von München. Nach der Heimniederlage sah man die Felle doch etwas davonschwimmen, denn München ist ganz sicher stärker als Gottéron oder so. Aber heute war der SCB cooler, weil sie sich nie entnerven liessen. Red Bull stand in der Abwehr wie eine Dose, wir hatten keine Entfaltungsmöglichkeiten. Geil Jungs, jetzt ins Viertefinale gegen Waxos Axos Palalälähö oder so.

Also, die Stimmung stimmte, immer wenn die grossen Deutschen gegen die viel flinkeren Schweizer spielen. Wir kamen nur schlecht ins Spiel und mussten Leo haben und aufpassen, weil die Bierbrauer gefährlicher wirkten. Das 1:0 war dann auch herrlich, obschon der Leberkäse die Scheibe wohl nur 1 Mal von 10’000 Versuchen so trifft. Keine Chance für Leo. Uh, nun hatten sie 2 Tore Vorsprung, die Aufgabe wurde nicht leichter. Doch in der gleichen Minute fidelte Schwerweh ab als müsste er dringend pinkeln gehen, sein Hammer war lasergesteuert im Kreuzeck. 1:1 und ab ging die Party.

Im zweiten Drittel dann wieder ein leichter Schock für uns. Ein Fadenhammer der Münchner brachte die erneute Führung. Wir motorten aber nun so langsam aber sicher los. In Überzahl murkste Capitano Moser der Du bist den erneuten Ausgleich hin. Unsere Blume verletzte sich dann leider, nach einem Bandencheck wurde er nicht mehr gesehen. OK, hoffen wir, dass er bald wieder rumblüemelet. 2:2 und ab ins letzte Drittel!

Da machten wir alles klar. Alles. Der totale Sieg und so. Erst ein Traumtor von Hirschhierher, nun war es 2:3 und eine Verlängerung drohte. Aber da man Deckenfrau und stocherte mit extremem Wille die Scheibe zum 2:4 in die Krätze. Nun waren wir weiter. München nun nervös, das Out drohte, ausgerechnet wegen die Weltstadt Bern. Hinten war Genoni nun die absolute Wall, wie immer eigentlich. Und als die Süddeutschen vor lauter Nervosität meinten, sie seien auf RTL im Frühstücksfernsehen, fuhr Pabba Ehebett in einen doofen Pass und zog alleine auf Leggins Enghose Gehängedurchrücker los und schoss souverän das 2:5! Das wars, Jubel und Trubel in der Kurve, fast alle waren nackt, sah geil aus.

So, dann geht die Reise weiter in der CHL, ich mag es dem Team gönnen, geil gekämpft und zeitweise sehr gut gespielt, aber es ist auch ein Triumph von Karl Neinonen und Ville der Tonne. Wir nehmen die CHL ernst und dringen nun zum zweiten Mal unter die letzten Acht vor. Ist OK. Natürlich werden die Brocken nun immer härter, ist fast wie nach einer Darmgrippe.

CHL: SC Bern – EHC Red Bull München 2:3

Uha. Besser spät als nie. Viele Leute haben mich angeschrieben, ob es mir gut gehe, missing Matchbericht und so … also, ich kann alle Leute (Danke für das „an mich denken“) beruhigen. Mir geht es gesundheitlich perfekt, auch hatte ich gestern kein Spiel gemacht „Auf gehts, wer zuerst kotzen muss, muss nochmals einen halben Weissen saufen“. Nein nein, das hättet ihr erfahren, wenn meine Tochter erneut einen legendären Eintrag geschrieben hätte. Das ist aber erst 2 Mal passiert. Gestern war der Grund ein einfacher: Ich habe keine Sekunde des Spiels gesehen. Aus arbeitstechnischen Gründen. Ich wollte mich noch retten und flog quasi nach Hause, aber Teleclub via UPC täupelet weiter wie ein Kleinkind und langweilte mit Zug, als dieses Gewurste durch war schaltete man in die mit 13 Personen gefüllte Halle zu Zürich. Vom SCB keine Live-Bilder. Ausser man ist Swisscom TV-Jünger, die durften es sehen. Aber egal. Aber so konnte ich nicht schreiben. Heute geht es, weil ich mit vielen Leuten reden konnte, die mir das ganze Spiel recht brühwarm erzählen konnten.

Vorher war ja noch die Affäre „Bodenmann“. OK, Sven muss unheimlich neidisch auf uns sein, jetzt wo er mit den Züzis rumgurken muss. Aber Business ist Business, kein Problem. Der SCB sollte wie mit Jalonen aber jetzt bei allen „Du bleibst“-Spielern Nägel mit Köpfen machen, der Sven will sicher die halbe Mannschaft auf Zürich lotsen, Karl wurde bereits gebunden, ist gut so, denn auch dort wollte Sven bei uns abstauben. Bodenmann weg – OK, schade, aber zu ersetzten. Wie immer, wenn ein Mümmelpeter schon während der Saison bei einem anderen Klub unterschreibt, verliert er bei mir nun den herrlichen Übernamen „Deckenfrau“. Ab sofort ist er für mich „Hodenmann“.

Nun zum Spiel. Ich habe die Corsi-Statistik von Schwarz Ueli gebraucht, um die Partie fachgerecht zu analysieren. Nun, gescheitert sind wir, da wir fast alles versiebten was es an Torchancen gab, die Deutschen halt, wie man es gewohnt ist von „das Alles ist Deutschland“, hatten den Apfel aber immer auf den Schultern und gaben niemals klein bei. Erst drehten sie unsere Führung um, dann kurz vor Schluss rumsten sie uns den Siegestreffer rein. Ist halt so gegen Deutsche. Man nehme nur den Fussball. Auch wenn Du 3 Minuten vor Schluss 2:0 führst, sing noch keine Schmähsongs, denn meistens gleichen sie noch aus und gewinnen dann im Penaltyschiessen.

Natürlich sind unsere Chancen noch da. ABER: Diese Tendenz, die wir im Moment zeigen, sollte schon am Freitag in Davos gestoppt werden. Wir kämpfen, wir sind technisch gut, die Abwehr räumt auf, doch dann verstricken wir uns in Albert-Einstein-Angriffe, die dann noch überhastet und ungenau abgeschlossen werden. Zudem sind die Pfeiler im Team im Moment etwas auf Tauchfahrt. Damit meine ich auch die Ausländer. Arco ist immer noch nicht der Arco vom letzten Jahr, der Marylin Manson reisst nur Leute vom Sitz die Blähungen haben und der Finne brilliert vor allem beim Einlaufen. Aber es sind nicht nur sie, auch allgemein stagnieren wir.

In einer Woche wissen wir ziemlich viel mehr. Davos in den Yeti-Bergen, dann die Heulsusen aus Zug, am Dienstag dann der Kracher in München. Ich bin mal gespannt wie viele Tore der Hodenmann schiesst und so.

CHL: SC Bern – Mountfield HK 5:2

Wenn die Spunte „Kappenkäse“ in Melchseefrut Freinacht ausruft, dann ist in Bern etwas passiert. Wir haben uns für die Playoffs der CHL qualifiziert, das ist doch was! Jetzt hoffen wir auf einen geilen Gegner, mein Favorit wäre der ALK Geysir aus Nordisland. Das wäre der Hammer. Kurz zusammengefasst verlief die Partie heute so: Im ersten Drittel fuchtelte ich auf dem Sitzplatz rum und dachte „die Tschechen sind halt nicht so unsägliche Würste wie der EV Zug oder HC Trottelfon“. Im zweiten Drittel änderte ich die Meinung und dachte „das sind ja die noch grösseren Würste als der EV Zug oder HC Trottelfon“. Wir haben heute den Job gut gemacht und den nötigen Sieg eingefahren.

Eben, in den ersten 20 Minuten kamen wir nicht so richtig in das Game. Kennen wir ja langsam. Mountfield konterte brutal schnell und stand 2 x alleine vor Leo, der aber parierte und uns im Spiel hielt. Das 0:1 konnte er aber auch nicht verhindern, das war wirklich geil gespielt der Tschechen. Klarer Fall, ein 0:2 hätte mir den Magensaft in die Kehle getrieben. Aber wir hielten hinten dicht und vorne dichteten wir von Hinten. Das war zu wenig kernig.

Im zweiten Drittel folgte dann die grosse Wende. Auch weil Rüfi sich elegant von einem deckenden Welpentschechen entledigte, danach frei war und herrlich einschoss. Nun ging es endlich ab. 5 Minuten später demonstrierten unsere Jungs das eben so siegbringende Selbstvertrauen. Eine Scheibe kurvte gefährlich an der blauen Linie herum, ein Konter drohte, doch mit viel Risiko kam der Pass zu Unti, der sofort schoss und herrlich traf. 2:1 und Bier ab! 6 Minuten später schlenzte Noro vor die Krutze (die Tschechen brachten übrigens eigene Tornetze mit, aus Eselshaar, ist so Tradition dort), der Pyro Älä lenkte zum 3:1 in die Maschen. Nun wollte Mountfield aber zeigen, dass die in Tschechien nicht umsonst „Verein der furzenden Rinder“ genannt werden. Sie drückten auf Leo wie rammlige Karnickel. Dann konterten wir ab, Pabba Ehebett servierte mustergültig auf Schweweh und der hämmerte das 4:1 in die Kiste. Geiler Ofen!

So wurde das letzte Drittel noch Formsache. Auch weil nach 44 Minuten der herzallerliebste Häsu wieder pfannenfertig auf Schwerweh assistierte, erneut traf der Junge herrlich zum 5:1. Nun klatschte das Stadion im Takt, das wars, die Achtelfinals können kommen. Der Treffer von Mountfield zum 5:2 kommentiere ich extra nicht, weil er arschhässlich war. Schlusssirene. Vielen Leuten laufen Tränen über die Schwabelbacken. Das sind Emotionen, das ist die CHL! Uha.

So, volle Konzentration nun auf Freitag und Samstag. Erst kommen die Lionerwürste aus Zürich, danach fahren wir in das Tal der scheidenden Fürze und müssen uns den SCL Tigers präsentieren. Minimalziel erreicht in der CHL, nun will ich aber mal wieder nur über die Meisterschaft sprechen. Man bin ich geil auf die 2 folgenden Spiele!

CHL: SC Bern – Nottingham Panthers 5:2

Na, dann ist uns ja mal der Auftakt in die Power-Break CHL geglückt. Der 5:2-Sieg war nie in Gefahr und eigentlich war ja nach 6 Minuten bereits der Mist auf die Gabel gekleckert worden. 2 Powerplaytreffer brachten uns in Front. Erst traf der Noro, dann der Moser der Du bist, unser neuer Capitano. Wenn der SCB Jalonen-Hockey spielte, wurden die Notting aus Ham ziemlich überrollt. Aber, das ist ein kleiner Mahnfinger, wenn wir dann zurückschalteten, kamen die Bolzer von der Insel doch etwas auf. Das geschah ungefähr nach 10 Minuten in diesem Startdrittel. Erschwerend waren dann auch die unkonzentriertheiten in der Abwehr. Leo rettete aber da die Null in die Pause.

Kurz nach Beginn des zweiten Drittels waren wir immer noch etwas schläfrig und schon schellte es bei uns einen rein. Da stimmte die Zuordnung nicht, der Stürmer der Prinz-Charles-Jünger hätte nicht zum Nachschuss kommen dürfen. Nun kippten wir aber wieder etwas Benzin in die Karre und gaben wieder mehr Gas. Wunderschön wie das Häsli dann im eigenen Drittel die Scheibe holte, durchlief und kalt zum 3:1 einschob. Ein Traumtor, in Biel habe ich das oft gesehen, schön dass er es auch hier zeigt. Es kam noch besser, als Dario Meyer eine gute Kombination zum 4:1 abschloss. Per Zufall lernte ich in der Drittelspause seine Mutter kennen, eine sehr sympatische Dame. Noch vor Ende des Drittels wurde ich aus meinem Gähnkramnpf unsanft geweckt, weil der Junghügel in seiner unnachahmlichen Art das 5:1 reinstocherte. Die Engländer zeigten aber Stolz und verkürzten noch auf 5:2 bevor dieses Tontaubenschiess-Drittel vorbei war. Ein satter Schuss schlug hinter Leo ein.

Das letzte Drittel war dann kalter Kaffee, sehr ereignislos und torlos, als wäre man beim Fussball. Das ist nicht negativ gemeint, wir hatten den Sieg in der Tasche und liessen nichts mehr zu, auch gut so. Wie immer ist es noch viel zu früh, konkret an was rumzuleiern. Die Saison ist noch blutjung, warten wir mal ab was da noch kommt, gute Ansätze gab es, verbesserungswürdige Situationen ebenfalls, so wie es eben ist zu Beginn einer Saison.

Etwas über 6’000 Zuschauer waren in der PollenHickanz Arena. Immerhin. Die Halle sah nicht sooooo leer aus. Und die Mitte brachte mit totalem Einsatz sogar Stimmung in die Bude. Am Samstag gegen die IKEA-Fische von TPS Turku wird aber definitiv ein anderer Wind wehen. Ich behaupte, das gegen dieses Nottingham einfach 6 Punkte geholt werden müssen, 3 haben wir ja schon! Pflicht erfüllt!

In dem Sinne: Schön sieht man die Helden wieder im eigenen Stadion. Um in die K.O.-Phase zu kommen, braucht es aber doch gute Leistungen, man muss weiter Punkten, Heimniederlagen sind tödlich. Für mich war es übrigens heute wie Weihnachtsosternkarfreitag. Nach meiner eher doofen Geschichte von Mai bis jetzt war ich so richtig nervös heute wie damals, als ich mit Daddy an ein Spiel gehen durfte. Und das Bier hat unglaublich gut geschmeckt, auch wenn ich die Menge natürlich noch dosiere.

Schlaft gut! Man liest sich!