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SC Bern – Genf Servette HC 3:2 nP

OK, es ist nichts passiert. Auch wenn 3 Punkte schöner gewesen wären. Aber mit 2 Punkten kann man leben, vorallem wenn der EV Zug zu doof ist, die SCL Tigers zu schlagen. Das heisst, dass wir die Tabelle trotz weniger Spielen sehr imposant anführen. Heute ging das einfach nicht gut, was schon in den letzten Spielen sich etwas angebahnt hatte: Spritzig ins Spiel gestartet, danach mit der Führung einen Gang runtergeschaltet und im letzten Drittel nur noch verwaltet. Genf glich unsere 2:0-Führung in den letzten 5 Minuten noch aus. Aber im Penaltyknallen hatten wir dann halt Leo, der alles hielt, Deckenfrau sorgte mit dem einzigen Treffer für unsere 2 Punkte.

Das erste Drittel gefiel mir gut, da war ich überzeugt, dass wir den 10ten Sieg in Serie holen werden. Spritzig waren wir, mit Zug zum Tor, ein herrlicher Angriff knallte Trüffelnacht ins Netz, danach zog die Deckenfrau auf Mayer mit seinen Rostet-Eier los und versenkte souverän zum 2:0. Wir blieben dran und belagerten die Senftuben weiter, brachten aber nichts mehr in die Krätze. Nun gut, 2:0 und gut im Schuss, eben, Optimismus pur.

Das zweite Drittel brachte dann unsere Gänge etwas durcheinander. Vom 4. Gang in den 2. Gang, das Getriebe heulte auf, Genf, sehr happig im Forechecking, konnte nun zuviel Druck auf Leo ausüben. Es ging aber noch alles gut. Bei uns wurde vorne auch noch versemmelt, das 3:0 hätte die Partie entschieden, aber irgendwie fehlte halt der totale Biss. In der Drittelspause wusste man nicht was reden, weil ja noch gleichviel war wie nach dem ersten Drittel.

Im letzten Drittel vergeigten wir eine 5:4-Überzahl, da kreiselten meine Gedanken zum ersten Mal so richtig. OK, ich dachte so für mich „wahrscheinlich gleicht Genf noch aus, die Verlängerung wird zum Gähnen doch wir gewinnen 1:0 im Penaltyschiessen“. Uha. Na, bin ich ein Expertenhund oder nicht? Die 2 Tore Differenz waren für Genf halt wie ein rotes Tuch, sie spürten, dass es irgendwie noch zu einem Punkt reichen könnte. Dann schlug es eben 2 Mal hinter Leo ein, ich fluchte extrem schmutzig (ich sagte „in Brust we Trust ohne Lust“). Gemein, eh?

OK, die Verlängerung sabberte wie Babyspucke durch den Bitz. Es ging wirklich nicht mehr viel. Dann halt in die Penaltys. Wir schossen nicht gut, nur Bodenmann traf geil, eigentlich reicht das nicht, ausser Du hast eben Leo im Knarst, der alle Senfer zur Currywurst trieb und jeden Penalty hielt.

Ich weiss nicht so recht, ob eine Niederlage heute nicht besser gewesen wäre. Einfach damit die „Reset“-Knöpfe im Spielerapfel gedrückt werden würden. Im Moment terrorisieren wir die Liga, obschon wir nicht unbedingt gut Spielen, aber immer einen Weg finden, um zu gewinnen. Ist ja auch was. Aber wir müssen unbedingt weniger spekulieren, vor allem mit den Pässen im Sturm, und wieder etwas nüchtern realistisch die Gegner wegballern.

Trotzdem grosses Kompliment an Karl Neinonen und das Team. 10 Spiele in Serie zu gewinnen ist schon happig geil.

Genf Servette HC – SC Bern 2:1

Nein, das lief viel zu wenig Rund um in Genf zu punkten. Wir verschliefen den Start, waren schnell 2:0 hinten, konnten immerhin gleich wieder ran kommen und in der Defensive hatte man sich nun etwas gefangen. Aber gegen vorne war es ein Hosenbisler-Spiel, da wollte nichts mehr gelingen. Auch weil man immer die komplizierteste Lösung suchte. Somit endete das Spiel gegen die Grobmotoriker mit einer 2:1-Niederlage – ich muss sagen: ist OK so. Bei uns fehlt im Moment die Leichtigkeit des Toreschiessens, irgendwie bringen wir es fertig, dass sogar Deklu aussieht wie Tretjak. Auch weil unser Maserati und im Moment eben eher Alkoholbeller absolut ein Schatten seiner selbst ist. Was letzte Saison wie auswendig gelernt ausgesehen hat, bleibt im Moment eher finstere Nacht. Von ihm kommt im Moment gar nichts. So wirds nicht mit Goldigoldihelmi diese Saison. Aber warten wir es ab, Bären starten immer schwer, aber wenn sie dann mal rollen dann heulen die Gegner wieder. Immerhin ist Pabba Ebett auf Kurs und Noro trifft sogar. Den Finnen habe ich fast nie gesehen, weil ich meine Finken nicht gefunden habe.

Geheult habe heute nur ich. Als Unti einen Ellenbogen im Gesicht hatte und so hinten fehlte, schiefen wir uns relativ locker zum Rückstand. Nichts zu machen für Leo wenn einer 10 cm vor dem Tor einen Pass einschieben kann. Dann ein eher dümmliches Foul von uns, Genf nutze das gleich zum 2:0, auch weil der Abpraller von 4 Genfern bedrängt wurde und wir uns zuwenig wehrten. Gespielt waren knapp 10 Minuten. Immerhin konnte postwendend der Noro gleich zum Anschluss einknallen, der Schaden war im Rahmen gehalten. Das Kötzliche daran war, dass das bereits das Höchste aller Gefühle war. Aber das konnte man da ja noch nicht wissen. Immerhin rollten wir nun etwas ästhetischer über Eis, aber vor der Krätze der Senfer Servietten war die töteste Hose. Immerhin blieb die Hoffnung.

Das zweite Drittel brachte dann immerhin keinen Fehlstart. Genf war aber irgendwie spritziger, haben wohl einen Schweineporno in der Kabine geschaut. Jetzt wo der McSorbet ihnen nicht mehr alles verbietet. Aber ich bleibe dabei, gegen vorne waren wir heute schlapp, als ob wir Hanteln in den Hosen hätten. Klar, es gab auch viele Situationen wo die Scheibe umsverrecken nicht für uns laufen wollte. Oder 2 cm vor dem Stock noch aufsprang. Das ist aber keine Entschuldigung. Entscheidend war, das Senf uns aus der Gefahrenzone recht gut weghalten konnte.

Im letzten Drittel wurstete es fast gleich weiter. Es wurde von uns her in den letzten 10 Minuten besser, da kam der Druck aus jeder Situation heraus. Wären da nicht die Probleme mit dem letzten Pass gewesen und die Abschlussschwäche, wäre noch alles dringelegen. Aber was solls, ein Selbstläufer in Genf war und wird es nie werden. Die Senfer Senftuben haben neben viel Grobmotorik auch durchaus kleine gute Zauberer auf dem Eis. Schauen wir mal, wie unsere Jungs morgen gegen die Lugagler reagieren. Es gilt viel zu Verbessern, oder auch einfach die Gabe, das Spiel in unsere Bahnen zu lenken.

Schlaft gut. Esst keinen Senf. Das nervt nur! Uha.

SC Bern – Genf Servette HC 2:1 nP

Alle im Chor: Qualisieger, Qualisieger, hey, hey! Dazu hüpfen wir wie ein Springball. Uha, nein, wäre übertrieben, der Qualisieg ist zwar eine tolle Bestätigung für die Leistungen in der Regular Season, doch kaufen kann man sich von dem überhaupt nichts. Zusätzlich hat das Spiel heute trotz des Sieges im Penaltyknallen gezeigt, dass wir bis zum Playoffstart schon noch ein paar Sachen ändern müssen. Aber das wird unsere finnischen Duo sicher gelingen, denn sie haben uns zur besten Quali seit Jahren geführt. Warten wir mal ab. Aber was wir singen dürfen ist: Tschenoni, aaaaha, Tscheononi, uhuhuhu …“. Das dürfen wir mit 300 dB durch die Nacht schreien. Was für ein Hexer. Die Parade bei doppelter Unterzahl war alleine das Eintrittsgeld weg. Dann hat er uns im Penaltyschiessen gefühlte 231 mal die Chance gebeben, zu gewinnen. Irgendwann haben wir es ja dann auch gepackt. Mein Fazit: Quali mit Note „sehr gut“ abgeschlossen. Und nun warten wir wie kleine Buben auf die Playoffs und klemmen uns vor Nervosität dauernd ins Schnäbi, als ob wir unheimlich dringend biseln müssten.

Vor erstaunlich grosser Kulisse (Freitag, dann Senf als Gegner, ist ungefähr gleichzusetzen wie wenn Du an einer Bar am Aufreissen bist, dann aber merkst dass die Magen/Darm-Grippe sich wieder rumpelnd bemerkbar macht) legten wir flott los. Kurz nach Spielbeginn servierte das Ehebett dem reichen Armert die Scheibe herrlich auf den Stock, die früher Führung war Tatsache. Allerdings verpassten wir dann den Nachdoppler, auch weil Robert mit seinen überdimensionalen Ayer sehr gut hielt. Als Randensalat die Scheibe dann verfurzte, knallten sich die Senfer bereits zum Ausgleich. Vorher erlebte man noch den wie immer rotkinidischen McSorbet am Abtoben, er wird sich wohl niemals ändern. Das 1:1 war für die Genfer eher glücklich, aber da sie so Pech in der Liebe haben, gleicht es sich eben aus.

Im zweiten Drittel wurde das Spiel verkanteter als in den ersten 20 Minuten. Unser Powerplay war wie meistens in letzter Zeit kein Powerplay, immerhin gerieten wir nicht in Shorthander-Gefahr, ist ja auch was. Und dann kam eben diese Szene, als 2 Jungs von uns draussen auf der bestraften Bank sassen. Genf kombinierte sich geil durch, sie jubelten schon „Tor“ oder in ihrer Kartoffelsprache „But“, als Leo seinen Fänger ausfuhr und die Scheibe lässig weghexte. Weltklasse. Bei uns war der Noro wieder dabei, er zeigte im zweiten Drittel 2 kernige Schüsse, aber eben, auch der Mayer hexte gut ab heute. Nach 40 Minuten ging das langweilige 1:1 auch noch in Ordnung.

Das letzte Drittel deutete dann schnell mal auf Verlängerung. Wir hatten Chancen, die aber durch ungenügende Schüsse versiebt wurden, andereseits kreierte auch Senf die Tube ohne Mayonnaise ins Ketchup. Wir hatten 2 mal riesiges Glück und eben auch Leo. Es gab keinen Treffer mehr, also ab in die 5 Minuten mit 3 Manndli gegen 3 Manndli.

Auch da traf niemand. Senf schockte mit einer Grosschance, die aber meterweit versemmelt wurde, bei uns war Moser der Du bist kurz vor dem Siegestreffer, aber er schoss Mayer Ayer an die schwitzende Achsel. Das Penaltydrama durfte also seinen Lauf nehmen. Sorry, aber zittern müssen wir eigentlich nur noch, ob irgendein Mensch bei uns trifft. Denn hinten haben wir einen Penaltykiller im Kasten. Der hält und hält und hält … so dass dann Noro uns zu den 2 Punkten ballern durfte, die den Qualisieg eingefräst haben.

Gross Bewerten kann man da ganze nicht. Zuviel Bratwurst-Charakter ist in so einem Spiel. In der Abwehr gab es nicht mehr ganz so viele Aussetzer, der Sturm versuchte eklig zu spielen, aber Genf war uns halt körperlich eher überlegen. Aber egal. Wir wissen, wie man Playoffs gewinnt, warten wir einfach mal ab. Das Spiel morgen in Fribourg ist nun zur totalen Hodenrasur-Party degradiert worden, egal, so geil wenn man 98:0 verlieren darf und immer noch erfolgreicher ist als ganz Fribourg zusammen. Uha. Aber das ist halt so, wenn man in der Luxuszone der Rangliste steht. Mir egal.

Genf Servette HC – SC Bern 3:5

Das mein Buch am 1. April 2017 erscheint, ist KEIN Aprilscherz. Der Verlag in Berlin hat das halt so bestimmt. Das was ich heute von den Zebras gesehen habe, MUSS aber ein verfrühter Aprilscherz gewesen sein. Wenn das jetzt unser „neues“ Hockey sein soll mit 50 Strafminuten pro Drittel, dann sollte man den Klubs, die das ja scheinbar beschlossen haben, abartig in den Arsch treten. So geht dieser Sport aber sofort vor die Hunde. Ich befürworte, dass Halten, Stockhalten und Struble streng gepfiffen wird, da es Mädchen-Fouls sind. Dass man aber jetzt gleich im Roten dreht, kann ja nicht Sinn der Sache sein. Die Stockarbeit gehört zum Eishockey wie ein Puck. Wenn nun jedes Gestocher dann gleich mit 2 Minuten bestraft wird … gute Nacht Schweizer Eishockey. Egal. Es hat nur noch genervt heute, es gab kaum Phasen, die 5:5 gespielt wurden, was für ein Quatsch. Das Gute daran war nur, dass wir einen 5:3-Sieg einfuhren, wir sind unstoppbar im Moment, wir führten nach 40 Minuten problemlos mit 5:1, liessen im letzten Drittel aber die Kräfte etwas zu stark an der Bande, so dass Senf ohne Wurst und Sorbet dann noch das Resultat mit Botox behandeln konnte.

Die Grundlage für die über 60 Strafminuten, obschon es ein relativ weiches Spiel war, legten die Zebras schon in den Startminuten. Alles musste raus was Schlittschuhe trug. Kerzenzinn knallte uns in Führung, mit nur 3 Mann kriegten wir dann aber postwendend gleich den Ausgleich. Erneut im Powerplay schoss uns der Lasche dann gleich wieder in Führung. 14 Strafminuten kriegten wir in diesem Drittel, sorry, das ist krank und hat wie gesagt nichts mehr mit Hockey zu tun. IHR SOLLT DIE FOULS PFEIFEN IHR PFEIFEN UND NICHT JEDE KLEINSTE AKTION. Himmelarsch. Diese Führung schaukelten wir dann dank der Wand Leo in die erste Drittelspause.

Im zweiten Drittel kamen dann die Senfer von den Schiris dran, aber so richtig. Die mussten nun Strafen fressen die es gar nicht gab, als Beispiel sei die Strafe erwähnt, als dem Ehebett der Stock brach, der Senfer hatte ihn aber nur leicht touchiert, sowas passiert 200’000 Mal pro Drittel, der Stock brach eventuell auch aus Altersschwäche, der Arm war sofort oben. Dauernd war ein Arm eines Schiris oben. Oder HALT: Waren das Rechtsradikale, die dauernd den Hitlergruss machten? Könnte ja sein. Egal was es war, einfach Scheisse war das. Wir holten uns nun das Spiel, weil wir 2 Powerplays ausnützen durch Plüsch Ferdu und Moser der Du bist, der Letzere traf dann zwischendrin tatsächlich noch bei Vollbestand, so dass wir mit dem oben schon erwähnten 5:1 im Rücken unser Bier saufen konnten.

Weil morgen die Übermannschaft Trottelfon wartet und die Rückfahrt wohl 9 Stunden gehen wird, falls die Genfer Polizisten ähnlich kleinliche Scheisse am Car beanstanden und ihn alle 100 Meter stoppen, steckten wir dann im letzten Drittel deutlich zurück. Da McSorbet bereits die Lederpeitsche in der Garderobe bereitgelegt hatte (ein Geschenk von seiner Oma), rannten die Genfer nochmals gegen den drohenden Kanter an. Bei uns war die Luft draussen, so überraschte es nicht, dass die Holzhände auf Holzkufen mit Holzköpfen und Holzpenis (beim Onanieren haben die Senfer anschliessend Sackmehl an den Händen) dann noch 2 sicherlich verdiente Tore bei uns reinrumsten. Aber eben, so scheissegal war es mir noch selten, wenn Genf im Schlussdrittel zwei Tore schiesst.

Also, 3 Punkte, die Pflicht wurde erfüllt, mehr nicht, es war keine Kür, aber die 3 Punkte sind halt wieder mal geil. Die Leaderposition verteidigen kann nicht jeder, Trottelfon zum Beispiel …. uha, lassen wir das, habe gerade gesehen, dass sie wieder Letzer sind. Uha uha uha. Wissen sie es wohl schon, dass sie Letzter sind?? Rufe wohl noch Rotzetter Samuel aus Düdingen an und sage es ihm. Uha uha uha. Also, schlaft gut, denkt daran, dass morgen um 08.00 Uhr die Hardboiled SCB-Weihnachtsgeschichte erscheinen wird. Eine Geschichte, die Dir die Sicht auf Weihnachten für immer ändern wird. Uha.

Genf Servette HC – SC Bern 3:4

Uha uha uha. Darf ich es mal so sagen: im Moment können wir machen was wir wollen, wir gewinnen am Schluss einfach. Dieses Spiel hätten wir trotz einer 3:0-Drittelsführung nach dem ersten Drittel nie und nimmer gewinnen dürfen. Weil wir, was sich schon gegen die Hutzenbröhne angebahnt hatte, die nötige Intensität plötzlich in der Kabine vergessen hatten. Wir bauten Senf auf, als ob wir eine Cervelat gewesen wären. Genf motorte uns im zweiten Drittel beinahe in den Abgrund, weil sie innert ein paar Minuten ausglichen und noch 2 strittige Szenen hatten, die fast ein Tor gewesen wären. Aber nur fast. Im letzten Drittel ging es eine Spur besser weiter für uns, allerdings wäre man mit einem Punkt gut bedient gewesen. Doch dann kam kurz vor Schluss eben unser Akrobat, der nach Alkohol bellt: Was für ein Hammerofen zum 4:3! Dieses Tor brachten wir dann über die Zeit, so dass wir einfach mal locker seit 9 Spielen nicht mehr wissen, wie man ablutschen tut. Schreiben wir der „Bravo“? „Lieber Doktor Sommer, wie lutscht man ab?“. Dort waren doch alben so Fragen, nicht?

Im ersten Drittel war alles noch gut. Zwar brillierten wir nicht spielerisch, aber wir waren bereit um die eindimensionale Sesamstrasse aus Genf abzufangen. Ein paar Konter sahen sogar recht schnittig aus, hinten brannte es sehr selten. Dann schlugen wir zu. Wenn man halt das Ehebett vor dem Tor vergisst, heisst es schnell mal „Tor für uns“. Diese Führung beflügelte uns sichtlich, es ging nicht lange bis wir die Sorbet-Truppe erneut in die Scheisse zogen. Ein Traumpass von Bidu auf Schwerweh, der schnelle Bube verwertete eiskalt vor dem Hans-Robert Eier. Und als Deckenfrau im Powerplay das 3:0 hinpfefferte, lag ich schon siegestrunken im Gras. Zu früh gefreut? Nein, eigentlich nicht, nur hätte die Spannung sich echt selber irgendwohin ficken können.

Im zweiten Drittel, als der hochrotköpfige McSorbet den total Angriff befahl, hätten wir mit relativ wenig Aufwand den endgültigen K.O. für die Senf-Buben provozieren können. Aber was ging denn nun ab? Ich hatte das Gefühl, dass unser Team nun auch am #mannequinchallange mitmacht. Aber da haben die Jungs was falsch verstanden, diese absolute Unbeweglichkeit macht man in der Kabine und stellt es danach auf YouTube oder so. Genf rollte, schoss, und glich aus. In sehr kurzer Zeit. Als ob wir alle Fehler, die wir in den vergangenen Spielen NICHT gemacht hatten, nun nachholen wollten. Ein ganz elendes Drittel das wir da zeigten. Aber da wir im ersten Drittel effizienter waren als der effizienteste Effizentiker, blieb es immerhin spannend.

Das Schlussdrittel zeigte ein waches Genf, bei uns hatte immerhin der Wecker getschäderert. Noch verloren wir zuviele Scheiben im eigenen Drittel, aber immerhin hielten wir den Schaden nun immer im Rahmen beziehungsweise der Leo begrub die Torchancen unter seinem Edelbody. Irgendwann dachte ich dann „OK, ein Punkt aus Genf ist wohl das Maximum aller Gefühle“. Traurig sass ich da. Ich weinte fast so, wie das Mädchen aus Genf, das das 3:3 geschossen hatte. Aber eben, dann kam aus heiterem Himmel der Auftritt von unserem kurzbärtigen Ami. Der Lasche hatte vorher versiebt, dann gab es noch einen Treffer der nicht gegeben wurde, aber der Maserati unter den Akrobaten versenkte mit einem Traumofen meine Zweifel. Das musste es jetzt sein und das war es auch. 3 im Endeffekt glückliche Punkte. Aber wenn es läuft, dann läufts. Und mir ist es sowas von Scheisse, wie genau wir die Punkte holen. Ich will immer gewinnen.

Aber mein leichter Mahnfinger, den ich nach dem Hutzenbrohn-Match schon in den Wind gehalten habe, erscheint heute noch grösser und steifer im Nachthimmel. Das war der nächste Warnschuss vor den Bug, wenn wir unsere geile Serie noch weiter halten wollen. Es braucht wieder einen kurzen Hardware-Reset. Da muss man doch alben mit dem Kugelschreiber in ein Löchli drücken, mir ist es egal welcher Spieler die Hardware spielen muss. Aber die Konzentration muss wieder auf der harten Arbeit sein. Trotzdem Hut ab, so ein Spiel noch mit 3 Punkten zu belohnen, ist halt auch grosses Kino.