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HC Lugano – SC Bern 2:0

So, was sich schon etwa länger angebahnt hatte, ist nun passiert. 2:0 verloren, trotzdem kann man ein „na und“ aussprechen. Einmal musste es passieren, und unsere Leistungskurve stagniert im Moment wie ein Viagra-Penis. OK, man muss zugeben, dass der Merkelleckiltis heute eine sensationelle Partie spielte. Allerdings, von unseren 41 Schüssen waren ganz viele Schüsse die eigentlich laut Bundesamt für Schüsse gar nicht als Schüsse gelten dürften. Früh waren wir in Rückstand geraten, weil wir die eigene Slotzone da knallhart vergessen hatten. Danach war es ein Hin- und Her Spiel, so quasi der Bumsmatch. Allerdings versiebte bei uns vieles schon in der neutralen Zone, oder dann ganz sicher im Angriffsdrittel. Eine verdiente Niederlage, basta, aber immer noch ein lederner Leader.

Eben, begonnen hat alles nicht sehr gut. Der Fratzenhirni konnte ungedeckt und unbedrängt aus 7 Metern Mass nehmen und bezwang Leo herrlich. Das ist natürlich Käse auf die Lugagel Pizza. Das weinerliche Publikum wartete vergeblich auf knallharte Szenen, alles verlief auf dem Eis anständig. Ist auch gut so, denn Körperverletzer Walker der Stalker konnte so seine Ellbogen nicht gegen unsere Gehirne hämmern. Irgendwie hatte ich in diesem Drittel niemals das Gefühl, dass jetzt bald ein Ofen für uns fallen würde. Auffallend, wie viele Schüsse die Lugagler blocken konnte, weil sie wie bekloppt vor dem eigenen Tor standen.

Das zweite Drittel schepperte gleich weiter. Etwas energischer wurden wir und versuchten nun auch, ein unglaubliches Stochertor zu erzielen. Aber wenn fast nichts geht, dann geht auch das nicht. Kamen wir ins Powerplay, dann war das unbeweglich und leicht auszurechnen. Von der blauen Linie zu knallen ist ja OK, aber dann das Tor treffen, Gopfertramminomau. Als mal kombiniert wurde, traf Moser der Du bist die Scheibe nicht. Eben, es passte fast nichts.

Im letzten Drittel waren wir dann massiv da und schnürten die Maiskolben ein, als ob sie ein Tessinerbraten wären. Doch die richtig grosse Torchance gab es nicht, einfach viele Schüsse, die der Merkelleckiltis aber souverän parierte. Als dann noch ein Powerplay für uns kam, keimte troztdem noch Hoffnung auf. Doch eben, 2-Zeller DerStein entwischte, wollte eigentlich ein Iceing hauen, merkte dann dass er alleine vor Leo war und traf total zufällig zum 2:0. Das wars dann gewesen, auch wenn Deckenfrau den Anschluss hätte machen müssen, aber eben, ein Very very Big Save vom lettischsten aller Letten verhinderte das.

Diese Niederlage wird unsere Köpfe wieder frei machen von „es geht schon irgendwie“. Nicht das mir jetzt irgendwer von Krise redet nach 10 Siegen in Serie oder so. Die Art und Weise ist einfach nichxt mehr erfrischend, wie wir spielen. Lösen wir mal schnell aus, dann verlieren wir in der neutralen Zone meistens jedes Tempo und kommen viel zu berechenbar ins das gegnerische Drittel. Die Überraschungsmomente fehlen total, sogar eine Kuhgagel-Abwehr wie Ambri kann sich eher problemlos auf uns einstellen. Teams mit mehr Klasse haben logischerweise noch weniger Probleme. Aber eben, warten wir ab was die Niederlage Gutes bewirken wird. Ich geh jetzt als nach wie vor stolzer Leader pennen. Pfuuset guet. Und morgen möchte ich kein Skandal-Interview lesen … uha uha uha.

SC Bern – HC Lugano 4:5 nP

Uha, da haben wir uns so ein richtiges Scheisse-Ei ins Nest gelegt. Eigentlich fast unglaublich, dass wir dieses Spiel noch vergeigt haben. 2:0 nach einem Drittel, 4:1 nach 2 Dritteln … 4:4 nach 60 Minuten und dann im Penaltyschiessen ohne Brot – was für ein trauriger Punkt. Eigentlich sollte man das Reglement ändern und für solche vergeigten Spiele 5 Punkte Abzug geben. Angebahnt hatte sich das ganze zu Beginn des letzten Drittels, als man grob in Führung lag und eine Überzahl aber sowas von ungefährlich versammelte. Das gab den wie immer äusserst unsympatisch auftretenden Marokkanern unheimlich Auftrieb. Man muss ihnen zu Gute halten, dass sie dann endlich mal wie ein Team wirkten und uns in brutale Schwierigkeiten brachten, weil bei uns gar nichts mehr ging. Kein Konter. Nix.

Herrliche Szenen schon vor dem ersten Bully. Rüfi redete mit Klasen, ich wusste nicht das Rüfi Schwedisch kann, es boxte schon leicht ab. Das Spiel lief da für uns gut, weil die Schwalbenkönige aus Lugagel foulten und der Noro uns haltbar in Führung brachte. Das nächste Foul der Weggen nutzten wir herrlich durch Deckenfrau. 2:0 und es ging weiter munter in Richtung Lugagel-Tor. Es boxte sogar ziemlich grob ab. Da muss ich mal eine Lanze brechen für Justin Blumenkohl. Er ist einer, der sofort, aber wirklich sofort dem Gegner aufs Maul gibt, wenn er sich unflätig vor Leo aufführt. Oder es zu einem Tumult kommt. Ich finde es gut.

Im zweiten Drittel kam der Anschluss der Lugagler, ich sah ihn nicht weil der Bierhahn ein Problem hatte und ich unsäglich lange auf meinen Hopfentee warten musste. Als ich wieder artig am Plätzchen sass, waren wir in Unterzahl. Dann der geilste Angriff des Spiels, herrlich wie Unti mit Maserati durchzog und der Alkoholbeller den Shorthander zum 3:1 schrieb. Und als dann Capitano Moser der Du bist noch auf 4:1 erhöhte, war eben diese scheussliche „wir haben es eigentlich ja schon geschafft“-Stimmung da. Es ging nicht mehr viel.

Im letzten Drittel das oben Erwähnte gemüllere. Das war kein Powerplay, das war ein Bauerplei. Als wir dann immer träger und passiver wurden, foulten wir plötzlich im Bitz umher, was Lugagel zum 4:2 durch Bürgler ausnützte. Sein Vater war doch der Skifahrer. Immer wenn er das Lauberhorn runterstemmbögelte schrie die ganze Schweiz „stürz, stürz, stürz“. Aber wir hatten noch nicht genug mit Geschenke verteilen. Zuviele Spieler auf dem Eis, 2 Minuten gegen uns, Lugagel mit inzwischen wieder breiterer Brust, wumm und es stand nur noch 4:3. Meine Flüche wurden derber. Das grosse Zittern war da, aber Linus Oralsex Blasen Klasen schoss dann tatsächlich noch den Ausgleich. Nach dem der Noro das leere Tor verfehlt hatte. Das ist Scheisse pur.

Die Verlängerung war nicht gut, kompliziert geführt und unpräzise, dass das Penaltyschiessen dann ähnlich schwach war, überraschte nicht. Hoffentlich war uns das eine Lehre. Einen Gegner muss man nicht nur 40 Minuten im Griff haben. BASTA.

Und Lugano? Die werden von diesem Sieg leben. Ebenso gibt es gute Nachrichten von Damien Brunner. Ich hatte das Glück mit seiner Frauenärztin reden zu können. Hier also die Infos aus erster Hand: Also, die Cellulite ist fast vorbei. Er wurde noch nicht eingesetzt, weil er nun meint, er leide an einer Blasen-Inkontinenz. Die Frauenärztin erklärte ihm dann, dass es völlig normal sei, wenn er beim Scheissen noch Schiffen muss. Das letzte kleine Problem ist jetzt nur noch, das Brunner seinen Busen zu klein findet. Auch das werden sie lösen, Frau Schwanzberg hat schon 11 Kilogramm Silikon bestellt.

Und wir? Licht und Schatten. Arco schoss endlich sein Tor. Wurde dadurch aber nicht besser. Den Finnen sah ich eigentlich gar nie. Und Noro mit guten Aktionen aber auch vielen Fehlern. Mann des Spiels war für mich der Häsu. Der kann an der Scheibe alles, kann auch einstecken und austeilen und wird uns sicher noch viel Freude bereiten. Ich gehe nun ziemlich gefrustet in die Heia. Gopfertamminomau.

Playoff HF 5: SC Bern – HC Lugano 4:3 nP

Jaaaaaa! Wir sind Finalgeiljungsfighterrocker! Was haben wir heute da für ein Spiel gewonnen? Sind wir ganz ehrlich, so ein Spiel gewinnt man alle 100 Spiele genau einmal. Wir spielten mit einer „Low Intensität“, ackerten uns mehr schlecht als recht über das Spielfeld und wurden von Lugagel geschockt, weil die Frechdachse erst 2:0 führten, dann noch 3:2, aber irgendwie murksten wir das Unentschieden halt noch hin. Die Verlängerung war dann Herzinfarkt-Hockey, das Penaltyschiessen begann ebefalls nicht gut, doch Maradonna Krüger und Messi Arcobello holten uns diesen wichtigen 4. Sieg gegen ein starkes Lugano. Wir sind etwas ein Albtraum für die Tessiner geworden, immer wenn sie meinen „dieses Jahr packen wir es“ kommen wir und semmeln ihnen ihre Träume in den Hintern rein. Egal, so ist halt der Sport. Es war für mich heute auch ein Sieg des Publikums, dass die Jungs auch dann unterstützte, als es nach einem erneuten Break roch. Werden wir jetzt auch so gerühmt wie die Lugagler am Dienstag? Da schmeissen sie mal ihre Wohnung nicht aufs Eis und singen trotz Niederlage, dann heisst es schon „Weltklasse“ und so weiter. Dann waren wir alle heute „Universum-Klasse“. Geil, und nun warten wir auf unseren finalen Gegner. Danke SCB!!

Das erste Drittel riss mich nicht vom Sitz. Es war erstaunlich, mit wie wenig Körper wir angriffen. Lugano hatte uns relativ gut im Griff. Allerdings muss man es dann auf das gesamte Spiel betrachten: Als wir hemmungslos nach vorne spielten, konterte Lugano uns noch hemmungsloser aus. Das Spielsystem war von dem her OK, aufpassen hinten, ist ja recht, aber gegen vorne lief viel zu wenig und nur aus den Zonen, die den Merkellecktiltis nicht beunruhigen konnte. Auswärts juble ich ab einem 0:0 nach dem ersten Drittel, in einem Heimspiel ärgere ich mich. Doch ich dachte an die Worte von meinen ungarischen Onkel Hegedüs, ein Schnapsbrenner aus Budapest. Er sagte immer: „Wenn Du nach einer Flasche Schnaps erbrechen musst, trink noch eine Zweite, denn dann hast Du die unhygienische Kotze in Deinem Hals gleich wieder desinfiziert. OK, alles gut.

Dann, im zweiten Drittel, passierte der halbe Hiobs. Lugano schloss durch Barbara Lapierre einen Angriff zur Führung ab. Uha. Nicht gut. Noch weniger gut war, dass auch noch das 2:0 fiel. Irgendwie wollte es heute einfach nicht auf unsere Seite kippen das Spiel. Doch dann brachte uns Lugano wieder ins Geschäft. Ein Bully in ihrer Zone, sie gewannen es energisch, doch ein Lugagler lenkte die Scheibe dann ins eigene Tor ab. Uha. Das war irgendwie witzig, aber nur für uns. Kurz darauf liess Merkellecktiltis einen Schlenzer abprallen, der unleashed Lasche traf zum Ausgleich, und die Arena vibrierte zum ersten Mal so richtig gewaltig. Doch die Party konnte noch nicht starten, da die Tessiner erneut zügig angriffen und erneut in Führung gingen. 2:3 nach 2 Drittel, meine Laune war dort, wo sonst die Nahrung durchrutscht.

Auch im letzten Drittel kam der Druck nicht so, wie ich es liebe. Aber eben, der Karl Neinonen wusste, dass Lugano nur auf das gewartet hatte. So war es die schönste Blume der Welt, der mit einem tollen Schuss den Ausgleich erneut bewerkstelligte. Dabei blieb es, das Drama durfte in die die 20Min-Verlängerung. Da waren wir dann irgendwie entschlossener. Aber es gelang nicht, den Sack zu schliessen. Es folgte die 5Min-Verlängerung 3 vs 3. Und da holte uns Leo zum ersten Mal den Match, als er mirakulös rettete. Die Scheibe war doch eigentlich schon drin … Uff. Auch wir hatten den Matchpuck auf der Kelle, aber es wolle nicht passieren.

Dann die Penaltys. Lugano führte früh, bis dann Justin Maradonna Pelé Krüeger anlief und mit seinem „Stockaufdenbodenhau-Trick“ ausglich. Danach hielt Leo dicht. Arco lief dann an und versenkte die Scheibe herrlich, Leo parierte, und mir flossen Finale-Tränen über mein feines Gesicht! Was für eine Willensleistung, was für ein Sieg! Finale Ooooooo-hoooo!

Wenn ich mir vorstelle, dass mein Wecker in 4 Stunden schon wieder abfurzt, könnte ich heulen, aber andererseits ist es so geil, wenn man erneut um den Schweizer Meistertitel spielen kann – da muss der Schlaf auch mal hinten anstehen! BASTA! So, dann freuen wir uns auf irgendwer, unsere Playoffs gehen noch weiter, das ist einfach nur geil! DANKE SCB!

Playoff HF 4: HC Lugano – SC Bern 1:3

Ja da machen wir ein erneutes Break! Ich mag Breaks extrem, wenn WIR sie schaffen. Wie haben wir es den heute geschafft fragt sich der gebildete Hardboiled-Leser? Nun, wenn man es brutal nüchtern schreiben will, dann so: wir haben den idealen Playoff-Match in der Resega gezeigt. Hinten dicht, vorne ohne grobe Vorstösse, dann aber im rechten Moment die Tore gemacht. Gerber und Schobä schossen uns im zweiten Drittel in Front. Den Anschlusstreffer im letzten Drittel beantworteten wir mit einem Leernetzer durch das Ehebett. Das war nüchtern erzählt. Die besoffene Wahrheit ist aber die: es brauchte „the Wall Leo“, lange waren wir konzentriert und hinten dicht, dann aber kamen wieder die passiven Phasen. Einer Frau würde man da sagen (das habe ich gelesen) „beweg Dich mal Du Brett“. Weiss zwar nicht wo man das sagt, aber ich glaube dem Buch was ich gelesen habe. Wenn wir zu passiv werden, verstoglen wir dann halt auch die Scheiben, dass einem so ein beklemmendes Gefühl von „da unten“ (ich schreibe extra nicht „Nüsse“ da ich nach dem BZ-Artikel nun speziell beobachtet werde). Moment, ich muss schnell ein paar Wurfsterne aus meinem Laptop entfernen, klar doch, südländische Begeisterung halt. Egal. Also, mit dem 1:3 führen wir auch in der Serie 1:3, wieder so ein „fast-Hosenbisler-Zufall“, nicht?

Also, die Resega stampfte und klatschte im ersten Drittel wie alben im Zirkus Knie, wenn der Freddy Knie mit seinem dresierten Maulesel und knallengen weissen Hosen in die Manege kam. Doch wir hatten kein Gehör für Zirkus. Lugano war aktiver, aber wir hielten gut dagegen und schwirrten ebenfalls gegen den Merkellecktiltis los. Aber das 0:0 nach dem ersten Drittel war schon sehr dem Leo sein Verdienst. Er war sicherer als eine Verhütung mit Präsi, Pille, Spirale und ein Lapierre-Bild vor der Mumu. Ich wusste einfach nur, dass ein 0:0 eher für uns sprechen würde, da die Lugagler halt eine extreme Stimmungsmannschaft sind.

Im zweiten Drittel ging es dann für uns toll ab. Lugano schien mir nun müde zu werden, die kratzen nicht mehr mit grossem Druck auf uns los. Und als wir ein Bully gewannen, knallte der Bidu Gerber erneut einen Hammer in den Himmel, der noch abgelenkt ins Luganeser Netz einschlug. Ich tobte. Noch gröber, als kurze Zeit später der Gageron eine Scheibe ausgrub und klug zurückpasste, wo der Schobä einen unhuren Knaller zum 2:0 in die Maschen setzte. Für mich gab es kein Halten mehr. Nur Schade, dass meine Polonaise Lugagelese von den Zuschauern nicht goutiert wurde. Mir wars egal. Nun wartete ich eigentlich darauf, dass wir den Gnadenstoss verabreichen würden. Die Tessiner öffneten sich nun wie eine Rose im warmen Wasser (ich Romantiker). Doch unsere Konter hatten nicht mehr „Tor“ auf der Stirne, sondern „weg mit dem doofen Puck“. Aber egal, eben, Playoffs sind Playoffs, Sieg ist Sieg, BASTA!

Lange sah es bombastisch aus im letzten Drittel. Doch als wir uns selber unter Druck brachten durch „huch, die checken ja krass vor, was mach ich nun?“ passierten die 2 Unaufmerksamkeiten zuviel. Der Anschlusstreffer liess mir den Puls auf 170 Schläge absinken. Tränen stiegen in meine rehbraunen Äugelein. Klar wurde es noch ein paar Mal heiss vor unserer Krätze, doch erneut blockten wir mit tierischem Einsatz fast alles ab. Was durchkam fasste der Leo. Als Merkellektiltis den Knarst verliess, konnte sich Rüfi (er lachte heute nicht, weil Lapierre weinte, so sportlich ist er eben) und servierte dem Ehebett die Scheibe vor die Krätze. Wahrscheinlich hätte ich den auch gemacht, wenn ich denn schon dort gestanden wäre. Aber egal.

Das Fazit ist klar: ein wichtiger Sieg für uns, gewonnen ist noch gar nichts, aber es wird Kräfte freilegen. Am Donnerstag werden wir alles erdrücken, was Tore verhindern will. Schlaft gut, so pennt man doch gleich eine Klasse besser, nicht?

Playoff HF 3: SC Bern – HC Lugano 4:1

Es ist passiert! Heute hatte ich das erste Mal so richtig den Playoff-Puls gespürt. Und das heisst dann was, denn das letzte Mal habe ich ihn letzte Saison so gespürt. Aha! Also, der Sieg heute war grauenhaft wichtig. Erstens haben wir den Löffel wieder an den richtigen Platz gehängt, zweitens haben wir Lugano nun so richtig genervt, so dass die Mülldeponie aus dem Tessin die Nerven verloren hat und am Schluss des Spiels nur noch dümmlich rumgefoult hat. Wenn ein Gegner zu weinen beginnt, sieht es mal gar nicht so schlecht aus. Der 4:1-Sieg war hochverdient. Eigentlich liessen wir den Lugagler heute Abend keine Chance. Als sie Chancen kriegten, standen wir wie Männer hin und verhinderten alles in bestern Playoff-Kampf-Manier.

Also, schon zu Beginn liefen wir wie junge Elfen über das Feld, so dass Lugano früh zu foulen begann. Als Erster musste die Furrere raus, gespielt waren ein paar Sekunden. Unser Powerplay fand ich da noch gut, weil wir nie in Gefahr gerieten, einen Shorthander zu kassieren. Man ist ja mit wenig zufrieden in den heutigen hektischen Zeiten. Es kam noch viel besser, als die Blume mal abzog. Merkellecktiltis sah bei dieser Parade aus, wie wenn ein Gemsbock sich selber lecken möchte. Mir war es egal. Wir entnervten heute Abend ebenfalls ihren Keeper. Das sah man. Das ganze Stadion klatschte im Takt, aber nicht so lange. In der 5. Minute rumste Schwerweh den Ulmer-Puckgegenroyverliererundunszummeistermachenletztesaison grob weg. Es gab 5 Minuten und Spieldauerstrafe, obschon ich von verschiedenen Seiten gehört habe, dass der Check korrekt war. Ich werde es mir auch noch anschauen, im Stadion ging es zu schnell. Deshalb: Habt Veständnis für die Schiris, das geht so schnell … und irgendwie müssen sie sich sofort entscheiden. Aber es war heldenhaft, wie wir die 5-Minuten in Unterzahl überstanden. Leo war eine Wand, aber was noch fast krasser war, wie die Jungs sich in die Schüsse gelegt haben! Einfach stark! Gegen Schluss des Drittels waren wir wieder mal in Überzahl. Nach einem Schuss von dem, der unter dem Sand lebt, kam es zu einem Getümmel, weil ihre Wegge im Tor die Scheibe durchrutschen lies. Der Puck kullerte in Richtung Linie. Dann kam Käsa Chiesa, den ich ja oft als Mutter aller Amöben betitle. Käsa rettete grossartig, semmelte die Scheibe aber dem Merkellecktiltis an die Nüsse, von dort hopperte der Puck ins Tor. Einfach Klasse. Geil, wenn Du als Torhüter siehst, dass die Scheibe von einem Mitspieler gerettet wird. Ungeil, wenn Du dann siehst, dass es Chiesa ist. Uha.

Zu Beginn des zweiten Drittels agierten wir dann wieder dieser berühmte Spur zu passiv. Nicht zu lange, aber es nervt mich halt immer. Dann kamen wir wieder in den Angriffsmodus und kriegten erneut ein Powerplay. Lugagel liess gleich zwei Männer von uns völlig alleine vor dem Tor stehen. Unti schoss, der geleckte Iltis wehrte ab, doch den Abpraller versenkte die Trüffelnacht vom Feinsten. Eigentlich hätten wir da das Spiel schon im Trockenen gehabt, 3 Powerplay-Tore waren da. Doch bei einem erneuten Kraftspiel war Madame Schlendrian bei uns dann wohl auf dem Feld. Lugano wurde mehrmals eingeladen, den Shorthander zu notieren. Das gelang ihnen auch und ich fluchte wie ein Rohrspatz. Es nervte, weil genau solche Situationen dem Gegner wieder Leben einhauchen. Lugagel war eigentlich besiegt, sie wechselten auch den Iltis aus und brachten Maizena oder so. Dann baut man sie so wieder auf!

Im letzten Drittel erlöste uns dann Trüffelnacht. Sein Schulbubentrick wird dem Maizena ebenfalls keine Wohlgefühle bringen. Das 4:1 liess die Allmend erbeben und nun konnte man Abfeiern ohne Ende. Leider wollte der ultraharte Lapierre, der heute wieder härter als Stahl war, nicht mitfeiern. Trüffelnacht redete nur mit ihm, und der Saubube fing an zu boxen. So unfair Du ehemaliger Clown aus der NHL für Schwererziehbare. Du Wurstwegge auf Kufen. Natürlich, Rüfis Trashtalk war auch nicht ohne. Er sagte dem harten Lapierre, dass seine Frau aussehe wie Chiesa in Strapsen. Zuviel für Lapierre. Aber auch der Rest von Lugagel wollte nun nur noch foulen. Eben, sie zeigten Wirkung, die Niederlage hat sie schwer getroffen. Gut für uns.

3 Powerplaytore, 1 Shorthander eingesackt, Lugano aber mehrmals sehr nahe dran an weiteren Shothander … das muss analysiert und abgstellt werden!! Sonst eine gute Leistung der Jungs, der Motor ist angeworfen, also fahren wir in sauber auf 21’000 Touren ins Ziel!