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SC Bern – ZSC Lions 4:3 nV

Oder, es ist doch so, gewonnen hat man erst, wenn man gewonnen hat. Das Spiel war temporeich, allerdings ungefähr so flau wie ein Waschhudel mit Nivea-Creme drauf. Der ZSC präsentierte sich gut bei uns und war für mich eigentlich das bessere Team. Weil sie uns nicht zur Entfaltung kommen liessen, die neutrale Zone im Griff hatten und immer wieder mit dem gleichen Trick Erfolg hatten: Schnell über den Flügel, dann ein Pass auf einen aufrückenden Füdigagel der dann im Slot freie Schussbahn hatte. Aber, das war dann das erfreuliche, irgendwie schaffen wir es immer noch. Allerdings hebe ich meinen ästhetischen Zeigefinger energisch in den Himmel, so wie alben der Klassenlehrer wenn ich anstatt französische Verben holländische Fluchwörter konjugierte. Im Moment versiffen wir das Startdrittel meistens, biegen es dann in extremis noch hin. Heute war es krass, da der Z in der Verlängerung den Siegestreffer schoss. Alles klar, ein paar Leute gingen schon nach Hause. Aber die Zebragötter schauten sich das Video an. Da sah man gut, das mit einer gewaltigen Attacke der Leo sowas von behindert wurde, dass er Zürcher gleich noch 5 Minuten hätte kriegen sollen. Uha uha uha. Nein, Quatsch, also da waren die Schiris schon sehr sehr sehr streng. Aber eben. Ich erinnere an das Meistertor damals, irgendwie war es eine leichte Revanche heute. Die Verlängerung lief weiter, und dann schoss die wiedergenesene Blume uns zum Sieg. Regulär, auch wenn die Zürcher Presse jetzt da eine Berührung an Füller oder wie der heisst erfinden will.

Im ersten Drittel waren wir einfach noch nicht ganz wach. Der Z hatte ein Chancenplus und ging folgerichtig durch Schongrün in Führung. Der Rückstand hätte noch deutlicher sein können. Wenn wir ehrlich sind. Und genau das hasse ich, wenn man mit einem 0:1 noch dankbar sein soll. Egal, ich hoffte auf das zweite Drittel.

Und da waren wir wieder effizienter als ein Uhrwerk der reonomierten Marke „Warum verliert Gottéron gegen jeden starken Gegner“. Erst füdelete Schweweh ab wie ein Brennstab im AKW und erwischte Füller für mich haltbar zum Ausgleich. Knappe 5 Minuten später lancierte Unti den Moser der Du bist klassemässig, der coole Fighter versenkte die Scheibe herrlich. 2:1 und alles gut? Nein. Zürich war heute Abend jederzeit für einen Treffer gut. Das hat ihnen der Svänn beigebracht, ich bin mir sicher. Der Ausgleich war schnell wieder da. Das wurde dann dem Pabba Ehebett zuviel. Sein herrliches Zuspiel vewertete die Trüffelnacht zur erneuten 3:2-Führung.

Das letzte Drittel war noch blutjung, als Heering schon wieder ausglich. Eigentlich von der Torfolge her ein Spektakelspiel. Aber es lief zu wenig rund, als dass man ins schwärmen kam. So, dann Verlängerung, eben, die oben beschriebene Szene mit dem Schlittschuh des Züzis in Leos Schoner, der Treffer zählte nicht. Nun war der Häsu so sauer, dass das Game noch nicht beendet war, er lief durch wie ein Beserker, scheiterte am Füller, doch die Blume war da und knallte uns zum sehr glücklichen Sieg. Egal. 2 Punkte. Basta.

Ich bin ja mal gespannt auf Morgen, wenn im Tal der windenden Fürze es gegen die SCL Tigers abgeht. Da brauchen wir mehr 2. Drittel wie heute!

ZSC Lions – SC Bern 2:3

Der Dreier ist eingefahren. Nach den ersten 20 Minuten sah es eher aus wie wir niedergebumst werden würden, weil der Z gegen uns anrannte und wir gegen vorne eigentlich gar nichts zustande brachten. Nach der Führung der Zürcher ging es komplett so weiter. Allerdings wurde der Z Opfer seiner untauglichen Spielweise. Nach wie vor sind die Zürcher Klasse im Spielaufbau und haben sackstarke Techniker im Team, aber die waren viel zu verspielt vor der Krätze. Immer noch das Pässchen suchen … gut für uns. Im Mitteldrittel drehten wir die Partie mit 3 Toren, um dann im Schlussdrittel das Ganze über die Zeit zu retten. Leo war die Grundlage für den Sieg, die Leistungssteigerung ab dem 2. Drittel ebenfalls. Es war aber noch nicht alles gut, auch wenn wir die Zürcher nun etwas distanziert haben. Da die Piller so richtig in Playoffform kommen und Zug von den Schienen geleckt haben, sieht es für den Qualisieg gar nicht mal mehr schlecht aus. Rang 1 und 2 sind ja die direkte Quali für die CHL, ist ja auch was.

Da ich glühe wie Lava und doch fast 39 Grad Fieber habe, musste ich mir das Spiel auf dem Sofa in die Birne drücken. Hustentee statt Lutz, Bronchialpastillen statt Gummibären, Essigsocken statt Männerstrapse, das erste Drittel war ungefähr so, wie ich mich fühlte. Das Schussverhältnis sollte nach 20 Minuten 15:4 für den Z sein, das spricht ja Bände. Immerhin konnten wir den grösstmöglichen Schaden verhindern und gingen nur mit 0:1 in Rückstand. Ein herrliches Tor der Zürcher. Sie hätten, sie schon angetönt, noch mindestens 4 schönere Tore schiessen können, aber irgendwie sind die, wie wir, auch etwas auf dem Nordland-Trip und wollen die Scheibe ins Tor reinlieben. Oder ist es, weil heute der Valentin seine Tage hat und alle Romaniker Tränen in den Augen haben und das Tor nicht mehr sehen? Fragen über Fragen.

Im zweiten Drittel kamen wir im Powerplay dann zu einem unbefleckten Tor. Unbefleckt, weil ohne Grund die Scheibe einfach drin war. Flügel oder wie der heisst konnte nichts gegen den Unter dem Sand-Schuss machen, weil gleich 2 Zürcher vor ihm Billiard-mässig ablenkten. Ich jubelte, was einen 21-minütigen Hustenkrampf auslöste. Egal. Wärend diesem Hustenkrampf nagelten wir das Spiel in die guten Bahnen. Ein Traumtor von Hirschhier her brachte uns die Führung. Das war fast wie ein Tor von Züri. Schnell, direkt und kalt wie eine Hundeschnauze abgeschlossen. Traumhaft. Der Hustenreiz trieb mich zum Wahnsinn, weil ich wieder „Tor“ geschriehen habe wie ein Irrer. Bald darauf wurde es noch geiler als die Blume abzog und die Scheibe einfach so in den Angel flutschte. So, Drittelspause, habe 1,3 Liter Vicks Medinait oder wie der Mist heisst gesoffen.

Im letzten Drittel versemmelten wir mehrmals, die Kiste zuzumachen. Ein paar Chancen gab es, dann ebenfalls noch eine 5:3-Überzahl, aber das war nix. Schlicht nix. So ging das leichte Zittern los, das noch verstärkt wurde, als wir gegen den Schluss zu nun Strafen frassen wie Junkfood-Jünger. Der blinde Bacher erzielte in Überzahl prompt den Anschluss. Und nun zitterten nicht nur meine Nüsse. Der Z hatte noch 3 Grosschancen, aber Leo war wie immer DIE WALL. Unglaublich war, dass wir es wieder nicht fertig brachten, das leere Zürcher Tor zu treffen, auch nicht als wir in ihrem Drittel waren und uns die Scheibe noch zuspielten. Das leere Tor mindestens 3 mal versiebt. Ich bin aufgesprungen und musste so heftig husten, dass mir das Fieberzäpfchen mit 161 km/h rausgedonnert ist. Kann ich ja morgen putzen. Und: Ja, ich schaue nackt wenn der SCB führt. Uha.

Ein herzliches Zückerchen habe ich noch wegen Playoutbomber Rathgeb. Auch er feierte ja den Valentinstag mit seiner Mutter und seinem Vater. Die Mutter öffnete die Karte von ihrem Sohn, der musste vor Rührung schon weinen. Auf der Karte stand „Mami Papi Häfi go, Birchermüesli useloh“. Das sind die Momente, wo der Eishockeysport nur noch Nebensache ist. Der Tipp für den rührenden Text kam übrigens von Schüschu. Egal. 3 Punkte geholt und massiv Leader. Neben der Scheissgrippe ein guter Dienstag!

SC Bern – ZSC Lions 1:2 nV

Da kommt der brühwarme Matchbericht. Wie immer. Wie immer habe ich weder eine Zeitung gelesen noch im TV die unsägliche Zusammenfassung auf SRF geschaut. Hier kommen meine ungeschminkten Eindrücke. Also, mit einem Punkt sind wir heute maximal bedient worden. Es war für mich ein Gurkenspiel, ein Weiteres, weil wir nicht in der Lage waren, unsere spielerischen Fähigkeiten in entschlossenens Eishockey umzuwandeln. Es war eine oberfächliche Partie, die zu keiner Sekunde unter die Haut ging. Der Punkt wurde uns von Leo gerettet, der die Zürcher mehrmals in extremis stoppte. Unser emtotionsloses Eishockey erinnerte mich an einen Auftritt der Wiener Sängerknaben. Schön brav trällerten die ja alben ihre Lieder runter, und wenn ein Bube dort einen Ton nicht trifft weil es ihm gerade am Sack gejuckt hat, singen die anderen Buben einfach lieb weiter und nehmen den Sackkratzer nach dem Konzert in den Arm. Bei den Sängerknaben ist das OK, aber gopfertramminomau im Tempel geht es um hartes Hockey. Aber scheinbar können die Emotionen nicht kommen, da die meisten Spieler mit sich selber Probleme haben, da sie eine Scheibe auch in 3 Versuchen nicht annehmen konnten. Egal. Die 1:2 Niederlage nach Verlängerung müssen wir akzeptieren. Mit solchen Leistungen gehört man eigentlich nicht an die Spitze der Rangliste.

Die Halle war gut gefüllt, man freute sich im ersten Drittel auf den Spitzenkampf. Doch spätestens nach der Hälfte des ersten Drittels war einem klar: das wird heute nichts mit Spektakel. Auch der Z spielte schlecht, aber wir waren das Heimteam, himmelarsch. Wie schon in den letzten Heimspielen gurkten wir ohne Präzision durch die Eisschollen, wie ein Dampfer in der Antarktis mit einem besoffenen Kapitän. Jeder Pass den wir spielten, war ein Pass zuviel. Der Z war in der Angriffsauslösung besser, verjoggelte aber ebenfalls alles. Dazu kamen brutale Abwehrfehler, auch auf beiden Seiten. Man rieb sich verwundert die Augen ab dem Furzgagel. Spitzenkampf? Lasst es Euch von den Zeitungen ja nicht schön schreiben. Das war August-Hockey ohne Emotionen. Das 0:0 war nicht mal eine Riesenleistung der Torhüter, da die Abschlüsse an ein Medizinballturnen für schwangere MILFS erinnerte. Gut waren wir einzig im Boxplay, dafür umso schlechter im Powerplay. Passt ja.

Das zweite Drittel brachte keine Verbesserung. Wir hatten keinen Spieler mit einer unhuren schwachen Leistung, aber irgendwie dreht bei uns der Grossteil der Mannschaft auf höchstens 70 Prozent. Wir brachen die meisten Angriffe selber ab, weil spätenstens nach dem 3. Pass der Gegner den Puck hatte. Zürich hatte ein paar gröbere Chancen, aber eben, Leo hexte. Auffallend war auch, dass unsere ausländischen Freunde im Moment überhaupt nicht mehr wissen, wo das Tor steht. Die Passqualität war heute Abend noch schlechter als die Schussqualität, ich wusste gar nicht, dass das geht. Höhepunkt war dann auch noch ein Zusammenprall von Moser der Du bist und Deckenfrau, wir rammten uns selber, Deckenfrau erschien danach nicht mehr. Ich will nicht schwarzmalen, aber das wäre dann schon ziemlich Gagelscheisse wenn er sich gröber verletzt hätte. Tut dann der Einzelwichser in Kanada auch den Moser sperren weil er einen eigenen Spieler verletzt hat? Uha.

Im letzten Drittel neutralisierten sich beide Teams weiterhin durch ihre Fehlpässe. Aber es schlug dann bei uns ein, als wir in Unterzahl einen Stocherofen kassierten. Was für ein Glück, das Randensalat, der eigentlich der überzählige Stürmer war (wegen Deckenfraus Verletzung im Einsatz) relativ rasch den Ausgleich erzielte. Das Tor war ungefähr so schön wie das ganze Spiel. Wie Schlamm, der mit Jauche besprüht wurde und danach noch ein Hundi Hundi darüber gegagelt hat. Aber egal, dieses Tor sicherte uns den Punkt.

In der Verlängerung hatten wir den grössten Matchpuck auf dem Stock, als Gagelon alleine auf Flügel oder wie der heisst losziehen konnte, aber ziemlich einfach verschoss. Als wir dann wieder mit dem Feuer spielten und den Pass fehl machten, zog der Z auf und davon und entschied das Spiel mit einem herrlichen Ofen. Nun gut, Schwamm drüber. Der Punkt reicht uns ja vorläufig, um Leader zu bleiben. Und immerhin haben wir mit dem Punkt, Moment ich schaue schnell, ja, da, ich habs, immerhin haben wir mit dem einen Punkt sage und schreibe genau 1 Punkt mehr geholt als der Serienverlierer Trottelfon. Uha. Aber echt jetzt SCB, lange könnt ihr mit diesem aarigen Hockey nicht mehr auflaufen. Auch wenn nur die Playoffs zählen, ich erwarte auch in solchen Spielen verdammt viel mehr von einem Tabellenführer.

SC Bern – ZSC Lions 1:2 nP

Nichts ist passiert. Die Niederlage ist kein Beinbruch, höchstens ein wunder Arsch nach 4 Tagen Dauerdurchfall. Der Z setzt sich in der Lotterie „Penaltyschiessen“ schlussendlich durch, was uns einen Punkt brachte, was mich trotzdem in gute Stimmung versetzt, da ich eine zeitlang Angst hatte, das es einen Nuller gibt. Mit diesem Punkt kann ich leben, aber ein paar Sachen müssen hier angesprochen werden. Weil diese Seite niemals ein Blatt vor den Mümmel nimmt, auch wenn wir immer noch stolzer Leader sind. Das Spiel heute war für das Auge attraktiv, allerdings war die Intensität einer WC-Ente entsprechend. Aber ist ja auch klar, die Spieler meiden die Zweikämpfe nach der bekloppten „Null-Toleranz-Fischer-Reiber-Scheisse“ nun fast, da es ja meistens gleich eine Strafe gibt wenn es etwas knebelt in der Ecke. Es soll mir echt niemand erzählen, dass an einer WM eine solche Scheisse gepfiffen wird. Aber egal. Alle Teams werden ja gleich verarscht.

Also, das erste Drittel musste ein paar Minuten warten, bis es in die Gänge kam. Ist klar, auch Spieler sind nur Menschen, auch die sind wie ich am Silverster mit 2,1 Promillen nackt bei -11 Grad im Handstand morgens um 4 durch den Garten stolziert. Das dauert immer eine Weile, bis man die Leistung abrufen kann. Als es dann langsam schneller wurde, sah man tolle Spielzüge auf beiden Seiten. Der Z kann Hockey spielen, da müssen wir nicht drüber diskutieren. Ebenfalls haben sie keinen Aftermann im Team wie Lapierre oder früher Heins bei Trottelfon, dier Dir die Hormone auf Sonnendistanz gejagt haben. Ein Glückstor der Löwenfüdis brachte uns dann in Rücklage, weil unsere 5 Pappenheimer einen Löwen 10 Zentimeter vor Leo vergassen. Der Puck rutschte doof durch, aber eben, wäre ein Back an Ort gestanden, hätte es wohl anders ausgesehen.

Im zweiten Drittel hunterten wir dann gegen den Rückstand an, waren aber für meine Begriffe einfach zu verspielt. Alles was hätte gefährlich werden können, wurde durch einen „ich spiel erneut ein Abspiel obschon das Abspiel sehr schwer ist und ich eigentlich hätte schiessen können“-Mist unterbunden. Für mich fehlte der Tordrang, das ekelhafte Spiel vor ihrem Goalie, das Stochern, das Sicht verstellen. Kaum jemals war ein Berner in dieser Zone, wo der Goalie nur noch den formschönen Po des Berners im Gesicht hat. Gleichzeitig hatten wir auch Glück, dass Leo mit einem „Bigger Save than the biggest Pigger“ das 0:2 verhinderte. Das war Klasse. Wir waren immer bemüht, aber einfach zu unentschlossen. Das zeigte sich auch in den Powerplays, der Aufbau klappte gut, dann war es aber ein Geschiebe ohne Abschluss.

Im letzten Drittel mussten wir dann auf das Ehebett warten, der zudem noch Geburtstag hat. Er machte sich das Geschenk gleich selber, sein Hammer in den Angel war das Eintrittsgeld alleine wert. Nun wären wir bereit gewesen, um das Spiel noch zu kippen, aber es war ein Tick zuviel Stückwerk heute. Nicht vergessen darf man, dass der Z regelmässig massiv Druck aufsetzte und auch zu seinen Chancen kam. Schlussendlich war das 1:1 nach 60 Minuten OK. Die Verlängerung brachte trotz Grosschancen keinen Ofen mehr, im abschliessenden Penaltyschiessen waren die Züzis dann einfach besser. Basta. Ich hoffe schwer, dass Leo Geo sich nicht verletzt hat, er schien mir nach dem 3. Penalty der Zürcher irgendwie leicht angeschlagen.

Also, Schwamm drüber, am Samstag werde ich nicht so gallant reden wenn die Käserinden uns schlagen, also SCB, nun wieder einen Gang hochschalten und dem Puck mehr Chancen geben, ins Tor zu fallen und nicht immer noch DEN Pass suchen. Aufgefallen ist mir heute, dass unsere Abschlüsse oft mangelhaft sind, da muss der Herr Neinonen ein paar Videos vom Assi Ville die Tonne zeigen. Der schoss wie ein Laser. Wir im Moment wie ein altes Katapult. Egal, sie werden das ebenfalls erkannt haben. Ach, noch was: Lapierre hat seiner Frau zu Weihnachten eine Nutte geschenkt. Die Frau schaute verwundert und sagte: „Maxime, ich bin doch nicht lesbisch …!“. Worauf Lapierre sagte „uh, sorry, dann brettere halt ich sie im Bitz umher“. Schlimm. Nun blicken wir auf Langnau. 3 Punkte müssen her.

ZSC Lions – SC Bern 1:6

Heute hat mich eine Kegelrobbenfrau im Bus 10 gefragt: „Du Tuni, Du Gott aller Matchberichtschreiber mit Deinem Elefantenrüssel und den überdimensionalen Nüssen, kannst Du nach den tragischen Ereignissen gestern überhaupt noch einen coolen Matchbericht schreiben?“. Ja ich kann. Weil das Leben weitergehen muss und genau der Sport mir die Nische bietet, um solche Scheisse zu ignorieren. Dass die Welt abartig geworden ist, muss man nicht mehr gross diskutieren. Selbstverständlich sind meine Gedanken bei den Angehörigen der Opfer. Nicht nur in Berlin. überall in der Welt wo die dümmste Rasse der Erde, der Mensch, meint, dass er mit morden und töten irgendwas erreichen kann und unschuldige Leben vernichtet. Pfui Teufel. Tiere haben harte Naturgesetzte, aber nicht mal eine Amöbe verhält sich so hirnlos wie unsere hochkultivierte Rasse. Selbstverständlich gibt es für mich ein Tabu. Witze oder Ironie oder Sarkasmus werden über solche erschüttertend Ereignissen auch in 100 Jahren nicht auf dieser Seite stehen. Damit komme ich zurück zum Sport. Was für ein Spiel des SCB in der Föhnhalle „Haarschnitt Melchenstuhl für Schwammedinger Buben“. Mit 6:1 haben wir den theoretischen Leader ZSC quasi in der Toilette Wasser trinken lassen. Hut ab vor dieser Leistung, das war ganz grosses Kino.

Wach waren wir schon von Beginn an. Das stellte mich auf, ich sang die ersten Trinklieder. Klar, den Z darf man niemals aus den Augen lassen, da ist zuviel offensive Stärke in den Reihen. Aber wir waren zu jeder Sekunde ebenbürtig. Und als der Z dann das Foulen entdeckte, schlugen wir wie ein Kneipenschläger aus St. Pauli zu. Erst liessen sie dem Maserati aller Akrobaten etwas zuviel Platz, der Ami zog aus dem Handgelenk aber sowas in den Angel ab, dass ich mein halbes Bier im Raum verteilte. Einfach herrlich. Der Z regierte etwas mümmelig zäh, wir liessen uns nicht bitten und stopften ihnen im nächsten Powerplay erneut ein Sackmehlsack in die Hosen. Allerdings glich dieser Ofen eher einem Kontertor, weil der Moser der Du bist alleine auf den Wackelpeter von Zürich zulaufen konnte und wieder herrlich in den Angel traf. 2:0 und die Halle glich einer Kathedrale für Stumme, die so stumm sind das sie Spinnenetze vor den Nasenlöchern haben. Danach reagierte der Z heftiger, aber eben, der Leo war wieder die Mauer. Einfach geil.

Im zweiten Drittel brachten wir die Leistung erneut auf die Kufen. Selbstverständlich musste man die Konzentration hoch halten, was aber auch gelang. Beide Seiten vergaben tolle Chancen, dass bei uns der Goalie hext war normal, beim Z rieben sich die Leute erstaunt die Augen, dass ihr Goalie auch mal brillierte. Aber erneut schlugen wir im Powerplay gnadenlos zu, dem Anders sein Sohn knallte nach einer herrlichen Kombination uns mit 3:0 in Führung. Innerlich bebte ich, denn ich wusste schon da, dass das die 3 Punkte und die Tabellenführung trotz 2 Spielen weniger war. Niemals schiesst ein Verein dann einfach so 4 Tore gegen Leo, das kann man sich abschminken.

Das letzte Drittel war dann fetzig ohne Ende. Wir haberten dem Z den Hafer gleich endgültig ins Poloch. Ehebett traf herrlich in den Angel nach einem zügigen Angriff. Was für ein geiles Tor. Danach konnte Leo seinen Shutout nicht halten, weil ein Puck ziemlich doof abprallte und der Z-Bube einschieben konnte. Aber nun brach nicht Panik aus bei uns, die anschliessende Druckphase überstanden wir dank ein paar guten Paraden von Leo und tadellosem Einsatz des ganzen Blocks. Danach schlugen wir nochmals relativ grob zu, weil der unter dem Sand und der Lasche uns noch den Kantersieg herausbombten.

Also, Auftrag klar erfüllt, wie geil stellt der Neinonen und die Tonne Ville unsere Jungs immer auf solche Spiele ein! Das Rückschlägeli in der CHL interessiert bereits niemanden mehr. Wir sind Leader, stolzer Leader, zeigen geiles Hockey, ich verliebe mich auch nach 42 Jahren SCB immer mehr in den Club. Trinkt was, das Leben geht wie oben erwähnt halt immer weiter, man muss jede glückliche Sekunde im Leben geniessen.